Grazerin in New York:

„Wir beobachten die Lage in Europa mit Sorge“

Steiermark
13.03.2020 08:00

„Wir beobachten die Lage mit Sorge und Betroffenheit - und zwar nicht nur in Europa, sondern natürlich auch bei uns.“ - Auch die gebürtige Grazerin Iris Maenza, die seit 1996 in New York lebt, kennt im Moment nur ein Thema. Ihre große Angst ist, dass sie im Notfall nicht zu ihrer Mutter könnte, die in Graz lebt.

„Ich informiere mich natürlich genau und bin fassungslos, wie sehr uns dieser Virus treffen und unser Leben aus der Bahn werfen kann“, schildert Iris Maenza, die wir in New York erreichen. Ihre größte Sorge gilt der Mama, die in Graz lebt und auch schon älter ist: „Ich hoffe, dass sie gesund bleibt und mit allem versorgt ist, was sie braucht. Wir stehen ständig in Kontakt.“

Mann auf Kreuzfahrtschiffe auf Tour
Sorgen macht sie sich auch um ihren Mann, einen Musiker, der „noch vor der Warnung, auf Kreuzfahrtschiffe zu gehen, auf Tour gegangen ist und derzeit in der Karibik ist“. Sie hofft, dass er bald und ohne Quarantäne zurückkommt - aber auch, dass er danach seinen Beruf ausüben kann: „Auch in Amerika sind Veranstaltungen über 250 Menschen teilweise schon verboten, seine Band füllt wesentlich größere Konzertsäle.“

Denn auch in New York sei das Virus jetzt schon allgegenwärtig: „Man sieht viele Leute, die mit Mundschutz durch die Straßen gehen. Erste Schließungen öffentlicher Häuser wurden schon durchgeführt.“

Touristen am Times Square in New York (Bild: AFP)
Touristen am Times Square in New York
Pendler am Grand Central Terminal in New York City (Bild: AFP)
Pendler am Grand Central Terminal in New York City

Stoßzeiten in der U-Bahn vermeiden
Und man höre auch Kritik am Umgang mit dem Virus: „Es wird schon auch gesagt, dass möglicherweise zu spät reagiert worden ist und das als Problem zuerst der Chinesen und jetzt der Europäer abgetan wurde. Es gibt ja nicht einmal genügend Tests, es weiß eigentlich niemand, ob und wie viele bei uns infiziert sind.“ Iris’ eigene Arbeitszeit hat sich verschoben: „Man will die Stoßzeiten in den U-Bahnen auflockern. Zudem rät der Bürgermeister, dass wir zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. In New York, bei den Temperaturen von morgens grad mal 7 Grad, schon eine Herausforderung.“

Iris Maenza hat wie jedes Jahr schon die Flüge für den Sommerurlaub in der alten Heimat gebucht: „Wir alle können nur hoffen, dass bis dahin alles wieder normal und alles halbwegs glimpflich ausgegangen ist!“

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