10.03.2020 11:43 |

Neue Maßnahmen

Corona-Infektion: Gynäkologie des SMZ-Ost gesperrt

Stationssperre wegen Corona! Dieses Mal hat es die Gynäkologie des Wiener SMZ-Ost erwischt. Eine stationär behandelte Patientin entwickelte nach drei Tagen Grippesymptome. Der Test ergab: Die Frau war an dem weltweit um sich schlagenden Coronavirus infiziert. Jetzt wurde die Station gesperrt. Ganz generell werden in der Bundeshauptstadt in puncto Spitälern, Pflegeheimen und Bildungseinrichtungen nun neue Maßnahmen wegen des Coronavirus in Wien gesetzt. 

Auch die Mitarbeiter der Klinik hatten natürlich engen Kontakt mit der Patientin. So mussten 14 Personen in Heimquarantäne - laut Ergebnis sind acht Mitarbeiter und Patienten im Spital mit dem Coronavirus infiziert. Die Reinigung der Station, der durch den bestätigten Virenfall entstandene Personalmangel: die Station war nicht mehr zu betreiben und musste geschlossen werden.

FPÖ: „Sperre kommt zu spät“
Viel zu spät, wie FPÖ-Klubchef Toni Mahdalik findet: „Die Bevölkerung hätte gestern sofort informiert werden müssen.“ Bei einem Lokalaugenschein am Dienstag konnte er sogar problemlos durch die Station spazieren.

Reduktion des „Lehrbetriebes in Spitälern“
Indes gab Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Dienstagvormittag bekannt, dass ab sofort wienweit „eine Reduktion des Lehr- und Unterrichtsbetriebes in den Spitälern“ stattfinden soll (siehe auch Video oben). Im Vordergrund sollen derzeit die Patienten stehen. Die Maßnahme treffe auch die Krankenpflegeschulen, so Hacker. Die Wiener Spitäler seien in der Coronavirus-Krise „unsere wertvollste Struktur“, diese gelte es zu beschützen, so der Ressortchef. Die Entwicklung in Italien demonstriere, wie Covid-19 den Spitalsbereich an seine Grenzen bringen kann, begründete der Stadtrat die Maßnahmen.

Als weitere Maßnahmen werden auch 19 Schulärzte in Wien von den Pflichtschulen abgezogen, um diese in Bezirksgesundheitsämtern einzusetzen, hieß es. 

Aufruf: Besuche in Pflegeheimen reduzieren
Doch auch bei Pflege- und Behindertenheime wurde dazu aufgerufen, Besuche auf ein notwendiges Maß zu reduzieren. Von einem Verbot sei derzeit nicht die Rede, wurde betont.

Vorerst keine Einschränkungen bei Veranstaltungen
Bezüglich Veranstaltungen in Wien gebe es „vorerst noch keine Einschränkungen“, so Hacker weiter. In Bezug auf Sportveranstaltung meinte der Gesundheitsstadtrat, dass diese Entscheidung „nicht lokal treffbar“ sei. 

Michael Pommer, Kronen Zeitung/krone.at

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