Bar nun geschlossen

Corona: 15 Tiroler steckten sich bei Barkeeper an

Tirol
09.03.2020 22:37

Nachdem am Samstagabend bekannt wurde, dass ein norwegischer Barkeeper im Tiroler Bezirk Landeck positiv auf eine Coronavirus-Erkrankung getestet wurde, wurden am Montag insgesamt 18 weitere Personen in Tirol positiv getestet - 15 davon hatten sich bei ihm angesteckt. Die betreffende Bar wird nun vorsorglich geschlossen. Weitere Abklärungen laufen auf Hochtouren. Österreichweit wurden am Montag insgesamt 144 Patienten bestätigt.

14 der erkrankten Personen wurden in Ischgl getestet, eine Person in der Nachbargemeinde Kappl. Bei all diesen 15 Fällen gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zum 36-jährigen Barkeeper, der im Kitzloch in Ischgl gearbeitet hat. 14 dieser 15 Personen stammen aus dem unmittelbaren Arbeitsumfeld des 36-jährigen Norwegers, eine Person ist eine enge Kontaktperson aus dem sozialen Umfeld einer nun erkrankten Mitarbeiterin der Ischgler Bar. Alle Patienten würden einen milden Krankheitsverlauf aufweisen und seien in einem „sehr guten Zustand“, hieß es.

Bar wird „behördlich gesperrt“
Die Bar werde „nach mehreren bestätigten Coronavirus-Erkrankungen im Einvernehmen mit dem Betreiber behördlich gesperrt“, teilte das Land Tirol am frühen Montagabend wird. Auch werde eine für diese Woche angesetzte Nachtskilauf-Veranstaltung in Ischgl abgesagt, hieß es weiter.

Weiterer Infizierter befand sich bereits in Quarantäne
Eine weitere positive Testung ist in der Gemeinde Pettneu am Arlberg zu verzeichnen. Hier gibt es einen unmittelbaren Zusammenhang zu jenem Norweger, der sich in einer Ferienwohnung aufgehalten hatte und am Donnerstag vergangener Woche positiv getestet wurde. Die nun in Pettneu positiv getestete Person hat sich infolge der Ersterkrankung bereits in Quarantäne befunden. Alle weiteren Erkrankten wurden ebenso abgesondert und befindet sich in Quarantäne.

(Bild: APA/Helmut Fohringer (Symbolbild))

Verbindung zu Teil der in Island positiv getesteten Personen möglich
„Die Erhebungen der Gesundheitsbehörden laufen auf Hochtouren“, informiert Anita Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion Tirol, „die Gesundheitsbehörden unternehmen auch große Anstrengungen, weitere Abklärungen über mögliche Kontakte zu erheben, die einige Wochen zurückreichen.“ In diesem Zusammenhang kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass es eine Verbindung zu einem Teil der in Island positiv getesteten Personen gibt, die sich nach jüngsten Erhebungen kürzlich ebenso in Ischgl in besagter Bar aufgehalten haben.

Weitere Abklärungen werden durchgeführt
Die routinemäßigen behördlichen Abklärungen hinsichtlich der engen Kontaktpersonen der nun positiv getesteten 16 Personen werden derzeit durchgeführt. Kontaktpersonen aus dem engen Umfeld werden für 14 Tage isoliert. Weitere Kontaktpersonen, die nicht zum engen Kreis zählen, werden über einzuhaltende Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen informiert und sind angehalten, wie auch enge Kontaktpersonen ihren Gesundheitszustand für die kommenden zwei Wochen zu beobachten.

(Bild: stock.adobe.com)

Derzeit 25 Erkrankte in Tirol
In Innsbruck bestätigten sich am Montagabend zwei weitere Coronavirus-Erkrankungen: Eine 21-Jährige spanische Studentin wurde positiv getestet - sie ist am Coronavirus erkrankt. Ebenso ein Mann, der an einer Erasmus-StudentInnen-Feier am 2. März teilnahm. Damit sind in Tirol aktuell 25 Personen am Coronavirus erkrankt, zwei Personen sind nach einer Corona-Erkrankung mittlerweile wieder völlig gesund.

Betroffene Lehrveranstaltungen an Uni Innsbruck abgesagt
Die am Coronavirus erkrankte Studentin aus Norwegen besuchte laut Land in der vergangenen Woche auch Lehrveranstaltungen an der Universität Innsbruck. In Abstimmung mit der Landessanitätsdirektion und der Universität wurden die jeweiligen Lehrveranstaltungsleiter sowie Studierende der betroffenen Lehrveranstaltungen umgehend informiert. Sie würden angehalten, sich vorsorglich zur Sicherheit für 14 Tage zu isolieren und ihren Gesundheitszustand genau zu beobachten. Die Durchführung der betroffenen Lehrveranstaltungen vor Ort wurde abgesagt, hieß es.

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