21.07.2010 18:20 |

AIDS 2010 in Wien

Tausende Küsse für Aids-Solidarität vor dem Belvedere

Nur um sich zu küssen und damit ein Statement der Solidarität zu setzen, sind am Mittwoch laut Veranstalter knapp 3.000 Menschen - vornehmlich Paare - vor das Schloss Belvedere gekommen. Bei der Aktion "kiss@belvedere" erhielten die ersten 1.000 Teilnehmer ein von Designer Nhut La Hong gestaltetes Shirt. Anschließend stellten sich alle Teilnehmer auf einer überdimensionalen Aids-Schleife auf, um zum Lied "Kiss me" von Sixpence None The Richer zur Tat zu schreiten...

Bereits um 17 Uhr hatten sich die ersten Paare angestellt, um eines der Shirts zu ergattern. Gegen 17.30 Uhr zog sich die Warteschlange bereits die gesamte Länge des Schlosses entlang. Kurz vor 18.15 Uhr fragte Moderator Alfons Haider noch, ob sich alle die Zähne geputzt haben und jeder einen Kuss-Partner mitgebracht hat: "Überlegt euch gut, neben wen ihr euch stellt und wen ihr küsst, weil das wird für das Fernsehen aufgezeichnet und wir leben in Österreich."

Alfons Haider küsst Sonja Wehsely
Dann war es soweit: Der Moderator bat die Teilnehmer vom geschichtsträchtigen Balkon des Belvedere aus, auf die Schleife zu treten und gesellte sich anschließend selbst zu den Paaren. Mit dem ersten Ton des Songs begannen sich die Paare zu küssen - Haider schnappte sich die Wiener Sozial- und Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely (SP) und drückte ihr demonstrativ einen Kuss für die Kameras auf.

Erlös von After-Party für Aids-Hilfe Wien
Einigen der Paare wurde wohl nicht nur wegen der hohen Temperaturen sehr heiß und mussten zum Kuss auch noch mit einer Hand fächern, um sich etwas Abkühlung zu verschaffen. Nach exakt drei Minuten und 25 Sekunden war die Aktion auch schon wieder vorbei. Für all jene, die noch nicht genug hatten, wurde aber das Lied ein zweites Mal eingespielt. Anschließend zog das küssende Volk in Richtung After-Party ab, deren Reinerlös der Aids-Hilfe Wien gespendet werden soll.

Bereits am Vormittag war die Aktion "freehugs4aids" mit dem Erfinder der Kampagne, Juan Mann aus Australien, in Szene gesetzt worden. Bei dem Projekt geht es darum, dass die einfache Geste einer Umarmung als Zeichen gegen Diskriminierung weltweit Bewusstsein für HIV-infizierte Menschen und AIDS-Kranke schaffen soll.

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