21.07.2010 15:07 |

Pipeline explodiert

Ölpest in China - Feuerwehrmann getötet

Im Nordosten von China bedroht ein 430 Quadratkilometer großer Ölteppich Meerestiere und Strände. Auslöser der Umweltkatastrophe ist eine Pipeline-Explosion, die sich bereits vor fünf Tagen in der Hafenstadt Dalian am Gelben Meer ereignete. Bei den Säuberungsaktionen, an denen Hunderte Boote beteiligt sind, wurde ein 25-jähriger Feuerwehrmann getötet, als eine Welle ihn über Bord spülte.

Das Büro für Maritime Sicherheit warnte am Mittwoch vor einer großen Gefahr für die Wasserqualität im Gelben Meer. Strände in der Nähe wurden bereits geschlossen, als das erste Öl die Küste erreichte, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace veröffentlichte Fotos, die ölverschmierte Felsbrocken an Stränden und Einsatzkräfte bei der Arbeit zeigten (siehe Bild und Diashow in der Infobox).

Widersprüchliche Meldungen
Wie viel Öl genau austrat, ist noch nicht bekannt. Das staatliche Fernsehen berichtete von einer Schätzung von 1.500 Tonnen, was etwa 1,5 Millionen Liter entsprechen würde. Obwohl sich der Ölteppich weiter ausbreitete, erklärten die Behörden, es laufe nichts mehr ins Meer. Das ausgetretene Öl solle innerhalb von fünf Tagen aufgesaugt werden, sagte der stellvertretende Bürgermeister von Dalian, Dai Yuli, am Dienstag der Agentur Xinhua. Vertreter der Meeresbehörde erklärten dagegen, es dürfte selbst schwierig sein, die Säuberungsarbeiten in der doppelten Zeit abzuschließen.

Der Auslöser der Pipeline-Explosion ist noch unklar. Am Freitagabend schossen bis zu 30 Meter hohe Flammen in die Luft. Die Feuerwehr benötigte mehr als 15 Stunden, um den Brand zu löschen. Der Hafen von Dalian ist der zweitgrößte für Rohölimporte in China.

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