21.07.2010 12:21 |

"Doppel-Unfall"

Autounfall nach Zugunglück: Zwei Schwerverletzte

Zwei schwer verletzte Radfahrer, ein völlig zerstörter Klein-Lkw, eine ramponierte ÖBB-Lok sowie mehrere geschockte Personen - das ist die Bilanz eines spektakulären "Doppel-Unfalls" am Mittwoch nahe Pörtschach. Alles begann mit einem Disput darüber, wer den Bahnübergang bei Saag zuerst benutzen dürfe.

Es war kurz nach 10 Uhr, als ein Villacher Lkw-Lenker (36) sein Fahrzeug auf den kleinen Bahnübergang zum Bad Saag zusteuerte. Gleichzeitig kam ihm eine Autofahrerin entgegen, die ebenfalls über die Schienen wollte. Es kam zum Disput. Der Lkw fuhr zurück, dann doch auf den Übergang; schließlich war der Lkw zwischen den Schranken gefangen.

Der Fahrer konnte rechtzeitig abspringen, denn die vom Lokführer eingeleitete Notbremsung verhinderte den Crash nicht. Der mit Obst und Gemüse beladene Klein-Lkw wurde 500 Meter weit mitgeschleift und völlig zerstört. Der Lokführer, der sich in den Maschinenraum retten konnte, hat nur Schrammen. Sofort waren die Einsatz- und Rettungskräfte vor Ort, die Fahrzeuge parkten auf der Bundesstraße, wodurch dort nur noch ein Fahrstreifen frei war.

Zweiter Unfall durch "Geisterfahrerin"
"In diesem Moment kam eine 27-Jährige mit ihrem Pkw vorbei, sah die Behinderungen, wendete und fuhr als Geisterfahrerin auf dem freien Fahrsteifen zurück", erzählen Polizeibeamte am Mittwochnachmittag. Die Frau löste damit das zweite Unglück aus. Sie krachte mit ihrem Wagen mit zwei Radfahrern zusammen, die ihr auf ihren Rennrädern entgegen kamen. Das Ehepaar, ein Angestellter (49) und eine Hausfrau (47) aus Wernberg, wurde verletzt.

Die Unglückslenkerin ist übrigens die Tochter der Ex-Frau des Kraftfahrers, die gemeinsam mit ihrer Mutter den verunfallten Mann abholen wollte. Ein Polizist: "Diese Stelle ist lebensgefährlich. Wenn man zwischen den Schranken steht, sieht man das Rotlicht nicht."

von Fritz Kimeswenger und Simone Dragy ("Kärntner Krone") und kaerntnerkrone.at

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