05.03.2020 15:46 |

„Solidarität“

Flüchtlingskrise: 50.000 € Soforthilfe von Caritas

Angesichts der angespannten Flüchtlingslage an der griechischen Grenze und auf den Inseln (siehe Video oben) stellt die Caritas Österreich Soforthilfegelder zur Verfügung. Zudem reisen Caritas-Wien-Generalsekretär Klaus Schwertner und Katastrophenhelfer Thomas Preindl zur Koordinierung der Hilfe noch am Donnerstag nach Griechenland, teilte die kirchliche Hilfsorganisation am Donnerstag mit.

„Die Solidarität mit den geflüchteten Menschen im türkisch-griechischen Grenzgebiet und mit den vielen Frauen und Kindern, die in überfüllten Flüchtlingslagern ausharren, ist sehr groß. Wir sind dankbar für die Spenden, die bereits eingegangen sind. Klar ist aber, dass noch wesentlich mehr Hilfe gebraucht wird, um die Menschen zumindest mit dem Notwendigsten zu versorgen“, zitierte die Caritas Schwertner in der Aussendung.

Aus Sicht der katholischen Hilfsorganisation ist jetzt schnelle Hilfe vor Ort notwendig. Mittelfristig könnte man das Instrument des Resettlement einsetzen, d. h. die dauerhafte Umsiedlung von Flüchtlingen in einen aufnahmebereiten Drittstaat, hieß es in der Aussendung.

„Bestürzt über die derzeitige Situation“
Preindl zeigte sich demnach „bestürzt“ über die derzeitige Situation an der Grenze: „Ich war bereits 2015 in Idomeni an der mazedonischen Grenze und ich bin bestürzt, dass bislang keine gemeinsame europäische Linie für Schutz suchende Menschen gefunden werden konnte. Wir helfen als Caritas seit Jahren vor Ort - auf den griechischen Inseln selbst, aber auch in der Balkanregion und in und um Syrien. Was sich an der türkisch-griechischen Grenze abspielt, ist eine Tragödie und macht einmal mehr deutlich: Hier wird es auf lange Sicht eine gemeinsame europäische Lösung wie beispielsweise humanitäre Aufnahmeprogramme brauchen - so wie es sie auch in Österreich in der Vergangenheit bereits gegeben hat.“

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