27.02.2020 18:12 |

Effektiver als Chemie

China entsendet Entenarmee gegen Heuschreckenplage

Nicht nur das Coronavirus SARS-CoV-2 bereitet China derzeit Sorge - eine Heuschreckenplage vor den Toren der Volksrepublik stellt eine Bedrohung für die Landwirtschaft dar. Das Land der Mitte plant daher eine ziemlich ungewöhnliche Maßnahme, um gegen die Schädlinge vorzugehen: Es will eine Entenarmee in das Nachbarland Pakistan schicken, die als biologische Waffe dienen soll.

Nicht nur in Ostafrika, auch in südasiatischen Ländern kämpft man derzeit gegen gigantische Heuschreckenschwärme, die laut UNO „beispiellos in ihrer Größe und ihrem Zerstörungspotenzial“ sind. Man befürchtet, dass die Plage in einigen Ländern zu einer massiven Hungersnot führen könnte.

Eine Ente schafft 200 Heuschrecken täglich
Da die Schädlinge nicht vor Staatsgrenzen Halt machen, ist man im bislang nicht betroffenen China besorgt, dass sich diese auch dort ausbreiten könnten. Daher will man nun Enten nach Pakistan schicken, um das Problem zu mindern, berichtet das Nachrichtenportal „Bloomberg“. Ein einziger Vogel kann an einem Tag mehr als 200 Heuschrecken vertilgen. Damit sind die Tiere effektiver als chemische Mittel und natürlich viel umweltschonender.

Armee wird vor Einsatz in chinesischer Provinz getestet
100.000 Enten sollen den Kampf gegen die Heuschrecken aufnehmen. Die tierischen Soldaten sollen erst in der Provinz Xinjiang getestet und schließlich in ein paar Monaten im Nachbarland stationiert werden. Dort spricht man von der schlimmsten Heuschreckenplage seit 20 Jahren - die Hälfte des Landes sei davon betroffen. Anfang Februar wurde deshalb von den Behörden der Notstand ausgerufen.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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