17.07.2010 12:02 |

Künstler am Werk

13. Bodypainting Festival Seeboden - ein Fest der Sinne

Nackte Körper, viel Farbe, unzählige helfende Hände und die traumhafte Kulisse des Millstätter Sees - das alles sind nur ein paar Faktoren, die das 13. World Bodypainting Festival im Klauberpark in Seeboden ausmachen. Das riesige Gelände hat noch einiges mehr für Augen, Nase und Ohren zu bieten.

Hat man die Ticket-Kontrolle der Security im Eingangsbereich überwunden, steht man in einem Meer von Zelten. Insgesamt rund 50 Aussteller, die Kleidung, Schmuck und Accessoires aus verschiedenen Erdteilen anbieten, mischen sich unter die Künstler-Zelte, wo schon fleißig gepinselt wird.

Models leiden unter Hitze
Das bunte Treiben wird dort vor allem von der brütenden Hitze dominiert. "Der Hutverkauf geht bei der Hitze heute besonders gut", so Anna Eckert aus Klagenfurt, die auch Taschen und Schmuck verkauft. Nicht nur die Aussteller leiden bei 35 Grad im Schatten, viel schlimmer hat es die Models getroffen. Manche haben zwar einen Ventilator im Zelt, aber durch das stundenlange Stillstehen kollabiert schon einmal das eine oder andere Model. "Man muss halt viel trinken und im Schatten bleiben. Anders geht es nicht", erklärt Melanie, die schon einige Male als lebende Leinwand beim Festival war.

Rot-Kreuz-Einsatzleiter Mario Rieder gibt ähnliche Tipps: "Heuer sind wir zum ersten Mal mit einem Zelt hier vertreten, wo sich die kollabierten Menschen ausruhen können. Meistens sind es ja die Models. Ich kann nur immer wieder sagen, dass man viel trinken und im Schatten bleiben soll."

"Man braucht hier viel Ellbogen-Einsatz"
Die Fotografen sitzen in einem eigens abgesperrten Bereich am Seeufer und warten darauf, dass die ersten Models aus ihren Zelten kommen und sich vor den verschiedenen Hintergründen präsentieren. "Man braucht hier viel Ellbogen-Einsatz", so Hobbyfotograf Reinhard Bichler aus Salzburg, während sich ein etwas größerer Kollege direkt vor seine Linse stellt, um den besseren Blick zu erhaschen.

Er ist schon seit 2004 jedes Jahr hier, um gute Bilder für seine Sammlung zu ergattern. "Man kennt sich hier mit der Zeit einfach. Models, Künstler und Fotografen. Hoffentlich findet das Festival nächstes Jahr noch statt. Ich möchte wieder kommen", sagte Bichler und verweist damit auf die momentane politische Diskussion im Ort. Einige Touristiker wollen die Veranstaltung loswerden, zu teuer, zu wenig Nutzen für den Ort, so ihre Argumente.

Zukunft steht noch in den Sternen
Veranstalter Alex Barendregt, stets im Laufschritt mit Headset am Gelände unterwegs, hat alles fest im Griff. Die Zukunft des Bodypainting Festivals? "Das steht noch in den Sternen, aber wir hoffen, eine Location zu finden, um die Veranstaltung in Kärnten zu halten", meint er. Es scheint, als würde alles reibungslos funktionieren. Er erwartet mindestens 25.000 Besucher.

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