25.02.2020 10:00 |

Fonduespieß-Attacke

Jetzt zeigte Angreifer Security-Mitarbeiter an

Ein Somalier (24) rammte am Donnerstag in der Nähe des Innsbrucker Hauptbahnhofes einem Security-Mitarbeiter eine Fonduegabel in den Unterarm. Der Sicherheitsbedienstete hat sich nun mit neuen Details an die „Krone“ gewandt: „Das Opfer wird nun mich wegen Körperverletzung anzeigen!“

Es sind Szenen, die irritieren. Szenen, die laut mehreren Sicherheitsbediensteten zumindest in Innsbruck an der Tagesordnung stehen. „Mein Kollege versah am besagten Abend seinen Dienst bei einem Lokal in der Bruneckerstraße. Plötzlich waren über zehn stark betrunkene Somalier im Inneren der Bar. Da diese Gäste meist ihren Alkohol selbst mitbringen und sich gerne prügeln, stehlen oder sogar untereinander mit Drogen dealen, wollte der Betreiber, dass die Somalier sein Lokal verlassen. Damit hat er meinen Kumpel beauftragt“, erzählt der Tiroler.

Der Sicherheitsmitarbeiter sah sich allerdings nicht alleine darüber hinaus und kontaktierte deshalb seinen Security-Kollegen. „Da ich frei hatte, habe ich mich mit meiner privaten Kleidung zum Lokal hinbegeben und ihm geholfen“, erzählt der Einheimische.

„Wir wurden mit dem Umbringen bedroht“
Das Duo hat dann die Schluckspechte des Lokals verwiesen. „Einer von ihnen hat uns währenddessen mehrmals mit dem Umbringen bedroht. Wir haben das ignoriert und die Gruppe vor die Tür begleitet“, schildert der Tiroler.

Doch dabei blieb es nicht. Kurze Zeit später wurden die Securitys von einigen der Männer abgepasst. „Jener, der uns zuvor mit dem Tod bedroht hatte, ließ aus seinem Rucksack eine Schere hervorblitzen. Dann wollte er meinem Kollegen in den Hals stechen. Ich habe sofort reagiert und ihm eine Ohrfeige verpasst, sodass er auf den Boden fiel. Für einen Haltegriff oder Ähnliches war keine Zeit. Danach habe ich ihm die Schere abgenommen. Es war reine Notwehr“, erzählt der Tiroler.

„Er wollte mir den Spieß ins Gesicht rammen“
Dann holte der Somalier einen Fonduespieß aus seinem Rucksack. „Den wollte er mir ins Gesicht rammen. Ich konnte gerade noch meinen Arm heben, der Spieß drang daraufhin durch meinen Unterarm“, sagt der Tiroler. Mit dem Befund von der Klinik begab er sich zuerst zur Polizei, um Anzeige zu erstatten und dann nach Hause. Der Angreifer wurde auf freien Fuß gesetzt.

„Am Samstag erhielt ich via Telefon die Hiobsbotschaft, die mich noch immer fassungslos macht. Die Polizei teilte mir mit, dass auch ich angezeigt werde – und zwar vom Somalier! Ob und wie stark er durch den Schlag verletzt wurde, haben mir die Beamten nicht verraten. Ich habe mir einen Anwalt genommen“, sagt der Tiroler. „Ich hoffe, dass alles aufgeklärt wird. Denn immerhin wurde die Attacke von einer Überwachungskamera gefilmt.“

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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