21.02.2020 06:01 |

„Hat viel Potenzial“

Diskussion um Wiener Wollzeile als Begegnungszone

Während des nicht unumstrittenen Umbaus der Wiener Rotenturmstraße zur Begegnungszone wurde die Zufahrt vom Stephansplatz zur Wollzeile gekappt und die Nebenstraße damit zur Fußgängerzone. Wirtschaftstreibende und Anrainer dürften daran Gefallen gefunden haben - sie fordern nun auch hier eine Begegnungszone.

„Seitdem die Zufahrt in die Wollzeile wieder erlaubt ist, läuten bei uns die Telefone. Viele Unternehmer und Anrainer würden die Wollzeile gerne als Fußgänger- oder Begegnungszone sehen“, berichtet Grünen-City-Chef Alexander Hirschenhauser. Eine Fußgängerzone ist wegen des öffentlichen Verkehrs unrealistisch, aber einer Begegnungszone kann Hirschenhauser einiges abgewinnen.

Zum Flanieren wenig einladend
Die Wollzeile besticht als eine der letzten Straßen Wiens durch ihren Branchenmix. Kleine, inhabergeführte Geschäfte und Gastronomiebetriebe ergänzen sich gut. Doch die Wollzeile hat ein Problem: Sie ist für viele Passanten einfach nur eine Verbindung zwischen Wien-Mitte und dem Zentrum. „Es kommen zwar viele Menschen vorbei, zum Flanieren lädt die Straße aber nicht ein“, bringt es Ursula Vilis, Inhaberin vom „Wiener Schoko Mädl“, auf den Punkt.

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Die Wollzeile hat viel Potenzial, wird aber nicht als Einkaufsstraße wahrgenommen. Wir brauchen Neuerungen.

Ursula Vilis, „Wiener Schoko Mädl“

Zudem drohen durch die nun deutlich attraktivere Rotenturmstraße weitere Kunden abzuwandern. Hirschhauser: „Die Stadt unterstützt nur heuer Umbauarbeiten zur ,Coolen Straße Plus‘ mit bis zu 90 Prozent. Damit könnte die Wollzeile zur Flaniermeile samt höherer Aufenthaltsdauer werden. Wir müssen rasch handeln.“ Ein Umbau ginge aber wieder auf Kosten von Parkplätzen.

Philipp Stewart, Kronen Zeitung

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