12.02.2020 14:24 |

Kampf gegen das Virus

Krankenschwestern in Wuhan rasieren sich die Köpfe

Krankenschwestern, die an vorderster Front gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus kämpfen und Infizierte versorgen, nehmen allerhand körperliche Strapazen und lange Dienstzeiten auf sich. Doch nicht nur das: Einige Frauen waren sogar bereit, ihre Haarpracht aus hygienischen Gründen zu opfern. Sie rasierten sich die Köpfe, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden.

Würden Sie sich von ihren Haaren verabschieden, um eventuell Leben zu retten? Bevor chinesische Krankenschwestern in die vom neuartigen Coronavirus stark betroffene Metropole Wuhan reisten, hatten sie sich eine Glatze scheren lassen, um noch effektiver gegen die Lungenkrankheit vorgehen können. Lokale Medien zeigen Bilder von Videos von Frauen, die sich zu diesem drastischen Schritt entschlossen hatten.

Das hat zwei Vorteile: So kann sich der Erreger nicht in den Haaren hängen bleiben und weiterverbreitet werden - Schutzausrüstung lässt sich ohne lange Mähne außerdem leichter anziehen. Im Kampf gegen die Krankheit sind sogar ein paar Minuten Zeitersparnis am Tag sehr wertvoll.

Haut von Desinfektionsmittel weiß gebleicht
Aber das ist nicht die einzige extreme Maßnahme, die medizinisches Personal in China bereit ist, in Kauf zu nehmen. Manche tragen Erwachsenenwindeln, um Toilettenpausen zu reduzieren. Bei manchen Mitarbeitern ist sogar die Haut weiß gebleicht, weil so viel Desinfektionsmittel in den Krankenhäusern verwendet werden muss. Schockierend sind auch Bilder, die Krankenschwestern nach einer langen Arbeitsschicht in sozialen Medien teilten: Ihre Gesichter sind von tiefen Druckstellen gezeichnet, wo sich die Schutzausrüstung an die Haut presst.

Junger Arzt starb nach Arbeit an Erschöpfung
Der Druck und die Anstrengung, unter der die meist unbekannten Helden der Viruskrise leiden, muss unvorstellbar sein. So ist ein junger Arzt vor Kurzem an Erschöpfung gestorben. Er hatte an seinem zehnten Arbeitstag in Folge einen Herzstillstand erlitten und war zusammengebrochen.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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