06.02.2020 12:25 |

Auslegung umstritten

Pädagogikpaket: Noten auch für die Kleinsten

Rund 20.500 Volksschüler bekommen morgen in Kärnten ihre Schulnachricht. Ziffernnoten sind für die 1. und 2. Klassen noch nicht verpflichtend - dennoch haben sich die meisten Schulen dafür entschieden.

Noch unter türkis-blauer Regierung wurde das Pädagogikpaket beschlossen, das wieder Ziffernnoten - also von 1 bis 5 - ab dem Jahreszeugnis der zweiten Volksschulklasse vorsieht. In Vorarlberg weigern sich vorab Schulen, drohen sogar mit Fake-Zeugnissen. Kärntens Bildungsdirektor Robert Klinglmair hat dafür wenig Verständnis: „Schulleiter werden mit Steuergeld bezahlt und haben im Rahmen der Gesetze zu handeln. Was da in anderen Bundesländern abgeht, ist sehr befremdlich.“ In Kärnten gäbe es mit dem Notenzwang aber kein Problem.

Für etwas Verwirrung sorgt bei Eltern nur, was eigentlich mit den Erstklassern passiert. Gibt’s zum Semesterzeugnis - korrekt ist es ja die Schulnachricht - Noten mit einer erläuternden Begründung oder die alternative Leistungsbeurteilung? Klinglmair: „Das kann jede unserer rund 220 Volksschulen selbst entscheiden. Was nicht sein soll, ist eine Mischform aus beiden, davon halte ich nichts. Entweder man benotet Kinder oder man umschreibt ihren Lernerfolg verbal. Ein Kompromiss ist nicht zielführend.“

Anders sieht das der Verein „Gemeinsam.Zukunft. Lernen“, der in einer Onlinepetition Unterschriften zur Wahlfreiheit der Beurteilung aufruft - derzeit dümpelt man aber noch bei 7976 Stimmen dahin.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann
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