05.02.2020 16:29 |

Verhandlung in Kärnten

Polizeioffizier: „Gewatscht habe ich sie nie!“

Eigentlich ist es ein 08/15-Prozess. Zwei Hundebesitzer sind im Wald aneinandergeraten, weil einer seine Vierbeiner frei laufen ließ. Passiert sicherlich öfters. Doch pikant an dem Kärntner Fall ist, dass der eine Streithansl ein hochrangiger Polizeioffizier ist, der wegen Körperverletzung auf die Anklagebank musste.

Fast ein Jahr ist es her, dass die beiden Hundebesitzer beim Spaziergang im Kärntner Gailtal aufeinander getroffen sind. Er sei mit einem Jagdhund unterwegs gewesen, als ihm eine Frau mit zwei nicht angeleinten Hunden - einem sogenannten Kampfhund sowie einem Rhodesian Ridgeback - entgegengekommen war.

Ein Vorfall, zwei Versionen
Ab dann gibt es zwei Versionen: Ihre ist, dass der ihr unbekannte Mann aggressiv geworden sei und sie geschlagen habe. Erst durch die Anzeige bei der Polizei habe sie von seinem Rang erfahren.

Er dagegen beteuert, dass man nur einige Worte getauscht habe und dann jeder seiner Wege gegangen sei. „Bei allem, was mir heilig ist, gewatscht habe ich sie nie!“ Da es für den Polizeioffizier bei dem Verfahren um viel geht – angeklagt wurde er übrigens von der Grazer Staatsanwaltschaft, die Klagenfurter fühlte sich befangen –, muss Richterin Andrea Wetschnig viel Wert auf die Genauigkeit legen. Daher will sie noch einen ärztlichen Gutachter einschalten, der die Verletzung beurteilt. Die Verhandlung wurde vertagt.

Kerstin Wassermann, Kronen Zeitung

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