10.000 Überprüfungen

1,5 Millionen Euro für überlastete Feuerpolizei

Oberösterreich
06.02.2020 11:00
Porträt von Lena Pirker
Von Lena Pirker
Linz wächst – diese Tatsache wird von der Politik stolz vorgetragen. Dass dies aber nicht nur positive Seiten hat, zeigt nun die prekäre Lage der Feuerpolizei, welche Gebäude brandschutztechnisch betreut. Da die Zahl der Überprüfungen überhand nimmt, muss nun um Unterstützung angesucht werden.

Fachkräftemangel wird immer ernster
Fachkräftemangel gibt es mittlerweile in fast jeder Branche, besonders Techniker sind gefragt. Als die Lage 2017 für die Feuerpolizei Linz immer ernster wurde und nur noch wenige Mitarbeiter im Dienst waren, wurden zusätzlich Personen geschult. Bis die Ausbildung, welche als Lehrgang innerhalb der Berufsfeuerwehr durchgeführt wird, abgeschlossen war, hatten sich die Prüfungen jedoch aufgestaut.

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Die Feuerpolizei ist ein wichtiger Bestandteil der Berufsfeuerwehr. Die Feuerpolizei ebnet den Weg, damit die Feuerwehrleute bestmöglich in den Gebäuden arbeiten können.

Christian Puchner, Branddirektor Stadt Linz

Ohne Hilfe erst 2027 abgearbeitet
„Aktuell sind etwa 10.000 Objekte zur Prüfung fällig. Mit unserem derzeitigen Personalstand würden wir dies, zusätzlich zu den laufenden Überprüfungen, erst 2027 abgearbeitet haben“, erklärt Branddirektor Christian Puchner. Zu lang, entschied die Stadtpolitik. Daher beschlossen SP-Stadtchef Klaus Luger, FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml und Personaldirektorin Brigitta Schmidsberger als sofortige Maßnahme die fehlenden Arbeitskräfte durch externe Mitarbeiter auszugleichen.

Rauchfangkehrer und Brandschutzbeauftragte
„Rauchfangkehrer und Brandschutzbeauftragte haben bereits das nötige Wissen und können schneller eingeschult werden“, so Luger. Mithilfe dieser Lösung sollen die 10.000 Überprüfungen bereits bis 2022 bewältigt werden. 1,5 Millionen Euro werden aus dem Stadtbudget dafür veranschlagt, dies soll in der nächsten Gemeinderatssitzung beschlossen werden. „Für die Sicherheit der Linzer werden die nötigen finanziellen Mittel gestellt“, ist sich Luger sicher.

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