29.01.2020 08:02 |

Im Landtag

Luxusprojekt am Pass Thurn wirft Fragen auf

Bei dem Luxus-Chaletdorf am Pass Thurn in Mittersill sind noch viele Fragen offen: Warum wird seit Wochen gebaut, obwohl Bewilligungen fehlen? Warum wurde der Grund von den Bundesforsten so billig verkauft? Wie riskant sind die Arbeiten direkt neben der Transalpinen Ölleitung? Die SPÖ fordert heute Antworten.

Die SPÖ nutzt die heutige Landtagssitzung, um offene Fragen zum Chaletprojekt am Pass Thurn zu klären. Am Grundstück neben dem geschützten Wasenmoos rollen schon seit Wochen die Bagger, obwohl bislang die gewerberechtliche und die baurechtliche Bewilligung fehlen, kritisiert Landtagsabgeordnete Karin Dollinger. „Wann wird ein Baustopp ausgesprochen?“, möchte sie heute von der Landesregierung wissen.

Kritisch sieht sie zudem die Nähe der Baustelle zur Transalpinen Ölleitung sowie den Grundstücks-Deal mit den Bundesforsten. Die haben den Grund für das Luxus-Projekt vor Jahren als Bauland verkauft – allerdings zum Grünlandpreis. „Damit wurden den Steuerzahlern rund 42 Millionen Euro unterschlagen“, kritisiert Dollinger. Die Bundesforste argumentieren, der Deal habe schon vor der Umwidmung in Bauland stattgefunden und war zum damaligen Preis bindend.

Im Nachbarort Hollersbach sollen die Gemeindevertreter heute Abend eine Entscheidung zu elf Chalets treffen. Dabei geht es um eine Änderung im Bebauungsplan, die Ende 2019 bereits zweimal aufgeschoben wurde. „Zu dem Projekt gibt es Anträge auf eine Rückabwicklung des Kaufes. Auch die Volksanwaltschaft wurde eingeschaltet“, so Dollinger.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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