29.01.2020 06:30 |

Start im Februar

ESA-Sonde soll Nahaufnahmen der Sonnenpole liefern

Klappt alles wie geplant, dann wird am 8. Februar, um 5.15 Uhr MEZ, eine „Atlas V“-Trägerrakete vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida abheben und die europäische Raumsonde „Solar Orbiter“ auf eine enge Umlaufbahn um die Sonne bringen. Sie soll als allererstes Raumfahrzeug Nahaufnahmen von Nord- und Südpol unseres Zentralgestirns machen. Mit an Bord: drei Messgeräte aus Österreich. Die Isolierung der Sonde kommt vom Wiener Unternehmen RUAG Space.

Nach ihrem Start muss der „Solar Orbiter“ mehrmals an Erde und Venus Schwung holen („Flyby“), um rund dreieinhalb Jahre später seine operative Umlaufbahn zu erreichen: Einen elliptischen Orbit, auf dem sich die Sonde in regelmäßigen Abständen der Sonne bis auf 42 Millionen Kilometer nähert und dann wieder bis 135 Millionen Kilometer von ihr entfernt.

Uni Graz an drei Messgeräten beteiligt
Ziel des Verhabens ist es, Sonneneruptionen und das unter anderem davon bestimmte Weltraumwetter und dessen Auswirkungen auf die Erde besser zu verstehen. An der Mission beteiligt ist auch das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF), das die Antennenkalibrierung abwickelte, den Bordcomputer für das Radiowelleninstrument RPW baute und Co-Investigator beim Magnetometer ist.

Zehn wissenschaftliche Geräte hat der „Solar Orbiter“ an Bord. „Wir wollen in erster Linie mehr über die Heliosphäre erfahren und verstehen, wie unser Stern die riesige Plasmablase, in der unser Sonnensystem eingebettet ist, erzeugt und moduliert“, erläutert IWF-Direktor Wolfgang Baumjohann das Hauptziel der Mission. Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen der Sonnenwind, das Magnetfeld der Sonne und ihre energiereichen Ausbrüche.

„Sogenannte Flares und koronale Massenauswürfe sind die Ursache für starke Störungen des Weltraumwetters in Erdnähe,“ ergänzt Astrid Veronig vom Institut für Physik und Leiterin des Observatoriums Kanzelhöhe der Universität Graz. Sie zeichnet für die wissenschaftliche Leitung der Software-Entwicklung für das Röntgenteleskop STIX (Spectrometer Telescope for Imaging X-rays) an Bord des „Solar Orbiter“ verantwortlich.

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