26.01.2020 16:00 |

Spezielle Tattoos

Hier geht die Liebe richtig unter die Haut

Würden Sie sich ein Tattoo aus den Haaren Ihrer Liebsten stechen lassen? Klaudia aus Dornbirn hat dies für die „Krone“ am eigenen Leib ausprobiert - hier ein ausführlicher Erfahrungsbericht.

Es ist wortwörtlich so, wie schon Frank Sinatra gesungen hat: „I’ve got you under my Skin.“ Für viele mag eine Tinte aus den Haaren der Kinder oder dem Haustier erst befremdlich klingen, lernt man aber das Hightech-Verfahren dahinter kennen, kommt der tiefere Sinn zum Vorschein. Andreas Wampl aus Dornbirn ist der Ideengeber von SKIN46. Er ist selbst bekennender Tattoo-Fan und liebt daran nicht nur die Ästhetik, sondern besonders die Bedeutung, die ein Tattoo meist für den Träger hat. „Ich wollte Tattoos auf das nächste emotionale Level heben.“

Der Schlüssel dazu war der Kohlenstoff, der in der Tattoo-Tinte enthalten ist und aus dem unsere Haare zu 25 Prozent bestehen. Die Umsetzung war aber nicht so einfach, wie er es sich vorgestellt hat: „Es war technisch sehr herausfordernd, ein Verfahren zu entwickeln, das aus den Haaren den medizinisch reinen Kohlenstoff filtert. Wir haben zweieinhalb Jahre daran geforscht.“ Die Tinte wird heute in einer Manufaktur nahe Zürich hergestellt und erfüllt die höchsten Standards - sie ist also völlig unbedenklich.

Lieblingstattoo

Klaudia aus Dornbirn war sofort begeistert, als ihr „Krone“-Redakteurin Sandra Nemetschke die Idee hinter den „haarigen“ Tattoos näherbrachte. Schnell war der Entschluss gefasst, so einen Liebesbeweis auch auf der eigenen Haut zu verewigen. „Obwohl ich fast meinen ganzen Körper mit Tinte gecovert habe, besitzt dieses neue Tattoo einen besonderen Stellenwert für mich“, schwärmt sie. Für die Tinte hat sie die Haare ihrer vier haarigen Katzen genommen und sich damit das Konterfei ihrer fünften Katze - Sphinx-Nacktkatze Dobby - stechen lassen. „Nun habe ich meine fünf Babys immer bei mir. Das klingt vielleicht kitschig, aber ich bin ehrlich dankbar für mein neues Lieblingstattoo.“

Verbundenheit

Auch für Tätowiererin Nadine Bont war es eine Premiere: „Ich habe mich lange darüber informiert und finde SKIN46 eine bahnbrechende Erfindung. Die Tinte selbst ist sehr stark pigmentiert“, so ihr erster Eindruck von der Tinte aus Katzenhaaren.

Laut Andreas Wampl werden rund 60 bis 70 Prozent ihrer Tinten aus Haustierhaaren gemacht, danach folgen enge Verwandtschaftsverhältnisse wie Kinder oder Eltern. Auch er hat seine Kinder unter der Haut verewigt: „Es macht etwas mit einem. So ein Tattoo erzählt eine emotionale Geschichte und ist Ausdruck tiefster Verbundenheit und Liebe - ein Leben lang!“

Sandra Nemetschke
Sandra Nemetschke
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