„Perverser Fall“

Kaninchen mit illegalem Piercing im Ohr abgegeben

Ein Kaninchen mit Piercing?!? Nein, es handelt sich nicht um einen schlechten Scherz. Bei den Tierfreunden der Pfotenhilfe Lochen wurde tatsächlich ein süßes Nagetier mit einem Piercing im Ohr abgebeben, wie auf Aufnahmen zu sehen ist. „Bei Tieren sind Piercings genauso verboten wie Tätowierungen und Fellfärbungen“, stellt die Pfotenhilfe dazu klar.

Zu Jahresbeginn häufen sich auch heuer wieder die Fälle von Tieren, die als ungewollte Weihnachtsgeschenke abgegeben werden, weiß Pfotenhilfe-Geschäftsführerin Johanna Stadler zu berichten. So kam Anfang der Woche eine Frau vorbei, um gleich vier Kaninchen abzugeben, die sie nicht mehr wollte. An sich nichts Ungewöhnliches, allerdings mussten die Tierfreunde bei der Kontrolle feststellen, dass eines der Kaninchen ein Piercing im Ohr hat. Darauf angesprochen, habe sich die Frau auf ihre Tierärztin ausgeredet, an deren Namen sie sich aber nicht erinnern wollte, so die Pfotenhilfe in einer Aussendung zu dem Fall.

„Wenn sich jemand selbst dafür entscheidet, sich piercen zu lassen, ist das seine Sache, aber an diesem perversen Fall sieht man wieder, dass viele Menschen sich aus rein egoistischen Gründen Tiere kaufen und sie wie ein Spielzeug behandeln“, ärgert sich Stadler. Sie empfiehlt in solchen Fällen „wirklich Stofftiere, damit erspart man allen Beteiligten viel Leid, Ärger und Geld und mit denen kann man alles machen, was man will.“ Das betroffene Kaninchen wurde übrigens gleich nach der Ankunft in Lochen von dem illegalen Piercing befreit.

Genauso illegal „wie Tätowierungen und Fellfärbungen“
Laut Tierschutzgesetz sind Piercings bei Tieren genauso verboten „wie Tätowierungen und Fellfärbungen“, stellt die Pfotenhilfe dazu klar. Ausgenommen von dem Verbot sind demnach nur genau geregelte Tierkennzeichnungen, wie etwa Ohrmarken bei Rindern. „Aber in Zeiten von elektronischer Chipkennzeichnung müsste auch das nicht mehr sein, denn Pferden, Hunden oder Katzen wird ja auch kein Loch ins Ohr gestanzt“, so die Pfotenhilfe-Geschäftsführerin.

Der Tierschutzhof Pfotenhilfe in der Grenzregion Oberösterreich/Salzburg beherbergt über 600 Tiere aus 25 verschiedenen Arten. Vermittelt werden jährlich hunderte Hunde und Katzen, wobei man sich vorher auf der Website sowohl über die Adoptionskriterien als auch über die Tiere selbst eingehend informieren sollte, um nachträgliche Überraschungen weitestgehend zu vermeiden. 

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