Mehr Drogenlenker

Sechs neue Drogentestgeräte für 30.000 Euro

Die Zahl der Drogenlenker nimmt auf oberösterreichs Straßen immer mehr zu. Im vergangenen Jahr wurden 899 Lenker aus dem Verkehr gezogen. Die steigende Zahl hat auch mit der Entwicklung der Testgeräte zu tun. Für 2020 kaufte Infrastrukturlandesrat Steinkellner sechs neue Tester– Kostenpunkt: 30.000 Euro.

160, 304, 289, 428, 549, 899 die Zahlen der überführten Drogenlenker auf Oberösterreichs Straßen schnellte in den letzten sechs Jahren gewaltig nach oben. Einen wichtigen Grund spielt dabei die Speichelvortestgeräteverordnung des Innenministeriums seit März 2017. Dadurch können Drogen durch ein neues Vortestgerät effizient erfasst werden – mit Erfolg, wie sich an den Zahlen ablesen lässt.

Amtsarzt muss Beeinträchtigung feststellen
„Das Lenken von Fahrzeugen im öffentlichen Raum erfordert die volle geistige und körperliche Eignung. Rund 1700 Lenker, die unter Drogeneinfluss standen, konnten seit der Anwendung aus dem Verkehr gezogen werden“, zieht Infrastrukturlandesrat Günther Steinkellner Bilanz. Ist ein Drogenvortest positiv, muss von einem Amtsarzt die tatsächliche Beeinträchtigung festgestellt werden.

„Stärkung der Verkehrssicherheit“
Im Vorjahr wurden so 899 Drogenlenker überführt. Betrachtet man den statistische Trend, so werden es 2020 wieder mehr sein. Und auch noch ein weiteres Indiz spricht dafür: Steinkellner rüstet die Polizei weiter mit Drogenvortestgeräten auf. Für 2020 wurden sechs zusätzliche Apparate angekauft, somit wird in Zukunft jeder Bezirk im Besitz eines solchen Testers sein. Der Kostenpunkt für die Anschaffung samt Equipment liegt bei mehr als 30.000 Euro. Eine Investition, die Steinkellner „für die Stärkung der Verkehrssicherheit“ gerne tätigt.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 23. September 2020
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