11.01.2020 14:08 |

So groß wie halb Tirol

Australien: Buschfeuer vereinten sich zu Megabrand

Die massiven Buschbrände machen Australien weiter zu schaffen. An den Grenzen der beiden Bundesstaaten New South Wales und Victoria vereinten sich in der Nacht auf Samstag drei Brände zu einem „Mega-Brand“, der eine Fläche von mehr als 600.000 Hektar umfasste - das entspricht ungefähr der Hälfte der Fläche Tirols. Im Kampf gegen die Flammen verschafft der Feuerwehr nun ein Wetterumschwung eine Atempause.

In einigen der von den verheerenden Buschbränden betroffenen Gebieten erreichten die Temperaturen am Freitagabend 44 Grad, Windgeschwindigkeiten von 90 Stundenkilometern wurden dazu registriert.

„Sehr lange und schwierige Nacht“
In der Nacht auf Samstag mussten Bewohner der Stadt Wodonga wegen der Brände in Sicherheit gebracht werden. In New South Wales waren mehr als 3500 Feuerwehrleute im Einsatz. Dort loderten am Samstagmorgen noch immer mehr als 140 Brände. Die Regierungschefin von New South Wales, Gladys Berejiklian, sprach am Samstag von einer „sehr langen und schwierigen Nacht“. Glücklicherweise habe es keine Todesopfer und keine substanziellen materiellen Verluste gegeben.

Regen verschafft Feuerwehr Atempause
Am Samstag haben mildere Temperaturen und leichter Regen der Feuerwehr eine kleine Atempause verschafft. Die günstigeren Wetterbedingungen sollen rund eine Woche andauern. Dies könnte der Feuerwehr bei dem Versuch helfen, die Feuer unter Kontrolle zu bekommen. Die Behörden warnten indes, die verheerenden Brände dürften noch lange andauern.

Buschbrandsaison „noch lange nicht vorbei“
Die seit Monaten andauernde Krise sei „noch lange nicht vorbei“, sagte der Regierungschef des Bundesstaats Victoria, Daniel Andrews. Feuerwehrvertreter sagten der Nachrichtenagentur AFP, der Regen sei zwar „fantastisch“, reiche aber nicht, um die Feuer zu löschen.

Durch die Brände sind bisher mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Die Flammen zerstörten eine Fläche von rund zehn Millionen Hektar - größer als Österreich. Mehr als 2000 Häuser wurden zerstört. Laut einer Studie der Universität Sydney kamen außerdem schätzungsweise mehr als eine Milliarde Säugetiere, Vögel und Reptilien durch die Feuer um.

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