07.01.2020 11:18 |

Private rüsten auf

Rekordjahr bei Waffenverkäufen in Österreich

Österreich gilt als eines der sichersten Länder der Welt. Trotzdem war das gerade erst beendete Geschäftsjahr 2019 ein Rekordjahr für die heimischen Waffenhändler. Mit einem unerwartet großen Wachstum von 7,7 Prozent stellt 2019 sogar das bisherige Rekordjahr 2015 in den Schatten. Zuwächse gab es bei Neu- und vor allem Gebrauchtwaffen. Laut zentralem Waffenregister sind in Österreich mehr als eine Million Handfeuerwaffen in privatem Besitz.

Insgesamt verkauften die heimischen Waffenhändler im vergangenen Jahr 64.870 Handfeuerwaffen, um 4620 mehr als noch 2018. Die Generalimporteure und Handelsvertretungen setzten damit rund 55,7 Millionen Euro um - „auch das war ein Rekord“, hieß es im aktuellen Branchenradar Handfeuerwaffen, der am Dienstag veröffentlicht wurde. Ein Großteil des Zuwachses geht auf Gebrauchtwaffen zurück, 25.870 gebrauchte Gewehre und 21.000 gebrauchte Faustfeuerwaffen wanderten über die Ladentheken.

Im Gegensatz dazu waren neue Waffen bei den Österreichern weniger beliebt. Der Absatz stieg hier lediglich um 1,4 Prozent auf 18.000 Stück. Davon entfielen 7400 Stück auf Gewehre und 10.600 Stück auf Faustfeuerwaffen. Laut zentralem Waffenregister waren in Österreich mit Ende 2019 rund 1,08 Millionen Waffen in privatem Besitz, hieß es in der Branchenradar-Marktanalyse. Im Vergleich zu 2018 stieg der Bestand um rund 56.000 Stück.

Bei Gewehren erzielten im vergangenen Jahr die fünf umsatzstärksten Marken (Blaser, Mauser, Ruger, Sabatti und Sauer) einen Marktanteil von mehr als 76 Prozent. Bei Faustfeuerwaffen kamen bereits die Top 3 (Glock, Sig Sauer und Ruger) auf 65 Prozent Marktanteil.

Martin Grob
Martin Grob
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