05.01.2020 08:35 |

Optimistisch

Für Salzburg gab es keine bessere Alternative

Mit ein wenig Bauchweh aber durchwegs positiv blicken Salzburgs Delegierte einer Türkis-Grünen Regierung entgegen. Zwar sind Abstriche im Programm für die grüne Basis schmerzhaft, doch die Chance will man nutzen.

„Noch vor einem Jahr ging ein Rechtsruck durch Österreich – heute haben sich uns wieder völlig neue Räume eröffnet“, bringt der grüne Landtagsabgeordnete Josef Scheinast die turbulenten Entwicklungen auf den Punkt. Mit dem ausverhandelten Regierungsprogramm ist er zufrieden. Die Chancen, die sich daraus ergeben, stimmen ihn euphorisch. „Aber es geht nicht ohne Bauchweh. Es gibt genug Kapitel, die der grünen Basis richtig weh tun“, sagt Scheinast.

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Das Wesentliche ist die Umsetzung. Es geht darum, wie wir Grünen die Politik mitgestalten wollen. Die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt.

Heinrich Schellhorn, Landessprecher

Gelassener nimmt’s dagegen der Koalitions-erprobte grüne Landeschef Heinrich Schellhorn. „Die wirklich wichtigen Zukunftsressorts liegen in unseren Händen. Die Überzeugungsarbeit haben wir geleistet – die richtige Arbeit geht erst nächste Woche los.“ Als größte Herausforderungen sieht er den Klimawandel und den demografischen Wandel. Ob die Grünen für die ÖVP ein angenehmer Koalitionspartner werden? „Sicher nicht, aber ein konstruktiver“, so Schellhorn.

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Wir haben versucht, viele offene Fragen bereits im Vorfeld zu klären. Die Dimensionen auf Bundes- ebene sind aber ganz anders als im Land.

Astrid Rössler, Nationalratsabgeordnete

Für die ehemalige Landesvize und jetzige Nationalratsabgeordnete Astrid Rössler ist es ein „gutes Programm, das man von verschiedenen Seiten betrachten und auch zwischen den Zeilen lesen muss.“ Auch Landtagsabgeordnete Kimbie Humer-Vogel ist zufrieden: „Das Leben der Menschen wird sich damit verbessern.“ Für sie ist das Gesamtprogramm entscheidend, auch wenn zum Beispiel das Kopftuchverbot schmerzt – Stichwort Kompromiss.

„Sind die Alternativen besser?“, fragt Landtagsabgeordneter Simon Heilig-Hofbauer und gab auch gleich die Antwort: „Nein.“ Er sichert dem Regierungsteam volle Unterstützung zu und freut sich auf die Zukunft: „Jetzt geht es richtig los. Dieses Wagnis müssen wir eingehen.“

Felix Roittner
Felix Roittner
Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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