05.01.2020 06:01 |

Vormerkliste halbiert

11.100 Wiener warten auf eine Gemeindewohnung

Die Zahl klingt hoch, ist aber im Vergleich niedrig. „Nur“ noch 11.100 Wiener haben derzeit ein Wohn-Ticket und warten auf eine Gemeindewohnung. Seit Anfang 2017 (rund 24.000) hat sich die Vormerkliste mehr als halbiert. Das heißt: Von Sonderfällen abgesehen, kommen die Interessenten schneller zu ihrem Heim.

Auch im Vorjahr hat sich der Andrang - trotz oft kolportierten Wohnungsmangels - abgebaut. Im April 2019 gab es noch 12.500 Anwärter auf eine Wohnung im Gemeindebau. Zwei Gründe sind laut Rathaus für die Verkürzung der Warteliste verantwortlich:

  • Frei gewordene Wohnungen werden nicht mehr so allumfassend und aufwendig saniert und können dadurch wieder rascher vergeben werden.
  • Seit März 2019 gelten neue Regeln bei der Mietrechtsübertragung. Großonkel, Großnichten, Großcousins und Co. von Vormietern kommen nicht mehr zum Zug. Die Weitergabe wurde auf unmittelbare Verwandte eingegrenzt.

Wartezeiten haben sich verkürzt
Wie lange ein Interessent im Schnitt bis zum Einzug warten muss, kann die Stadt so allgemein nicht beantworten. Das hänge stark von Wünschen ab: Wohnungsgröße, Lage, Ausstattung etc. Fix ist: Die Wartezeiten haben sich verkürzt.

Junge kommen besonders schnell zum Zug
Und bei einer Gruppe besonders: junge Menschen. Durch ein spezielles Bonussystem für unter 30-Jährige erhalten sie mitunter schon in zwei bis drei Monaten ein Wohnungsangebot, erklärt ein Sprecher von Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ). „Viele Interessenten sind dann überrascht, weil sie gar nicht mit einem so schnellen Angebot seitens Wiener Wohnen gerechnet haben.“ Mit Stand Ende September gab es 3900 vorgemerkte Jungwiener.

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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