Brucknerhaus-Gala

Liebeständelei mit einem Spritzer Eifersucht!

Erstmals setzte das Brucknerhaus Linz die allseits beliebte Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß als unterhaltsame Silvesterfestüberraschung auf die Bühne. Brucknerhaus-Chef Dietmar Kerschbaum gelang es, mit rasanter Regie, schauspielerischer Lebhaftigkeit und mit prächtiger Tenor-Stimme eine amüsante Atmosphäre zu zaubern.

Dietmar Kerschbaum rutschte in Mehrfachrollen ins Neue Jahr: Er führte Regie und sang Gabriel von Eisenstein. Ihm zur Seite agierte ein voll motiviertes Solistenensemble, das die musikalischen Highlights trotz der sparsamen Bühnenszenerie humorig und mit künstlerischer Bravour meisterte. Das rauschende Fest bei Prinz Orlofsky, den Michaela Selinger klangvoll interpretierte, unterhielt bestens mit unvermeidlichen Liebeständeleien, Eifersuchtsgeplänkel und hintergründigem Rachefeldsucht von Dr. Falke, den Mathias Hausmann gut mimte. Alle Wirrnisse lösten sich in Güte auf, schuld war ja nur der Champagner!

Stimmgewaltig bis heiter
Renate Pitscheider als reizende Rosalinde und ihr stimmgewaltiger Liebhaber Alfred, gesungen von Martin Piskorski, überzeugten; in weiteren Rollen Nikola Hillebrand, Martha Matscheko. Wolfgang Böck, bekannt als TV-Kommissar und Brucknerleser, erfüllte als trunksüchtiger Gerichtsdiener Frosch die erwartete Heiterkeit, Franzobel hatte Texte dafür begesteuert. Andreas Mattersberger als Frank unterstützte ihn dabei kräftig. Schwungvoll begann das Johann Strauß Ensemble unter der Leitung von Alexander Joel, hätte aber bei der Begleitung der Solo-Highlights etwas dezenter spielen sollen. Der Philharmonia Chor Wien, von Walter Zeh gut einstudiert, erhöhte die Klangfülle prächtig. Große Begeisterung, also gut gerutscht ins Jahr 2020!

Fred Dorfer, Kronen Zeitung

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