Spitalsreform-Bericht:

Oberösterreicher kommen zu häufig ins Krankenhaus

Die Umsetzung der Spitalsreform von 2010/11 ist heuer im vorletzten Jahr angekommen. Trotz rückläufiger Entwicklung ist in Oberösterreich der „Andrang“ ins Spital mit 245 Spitalsaufnahmen je 1000 Einwohner im Jahr 2018 noch immer der bei weitem höchste aller Bundesländer. Gegenmaßnahmen werden empfohlen.

2009 lag die Krankenhaushäufigkeit in Oberösterreich um 21,5 Prozent über den anderen Bundesländern; 2018 gar um 22,1 Prozent. Zwar ist die Zahl der stationären Spitalsaufnahmen je 1000 Einwohner von 285 im Jahr 2009 auf 245 im Jahr 2018 gesunken, in anderen Bundesländern ist sie jedoch ebenso rückläufig, weshalb der Abstand Oberösterreichs praktisch gleich ist.

„Unnötige Spitalsaufenthalte weiter reduzieren
Auch wenn ein Teil dieses Abstands durch bestimmte Faktoren erklärbar ist, halten die Experten, welche die Spitalsreform jährlich evaluieren, die weitere Reduktion “unnötiger Spitalsaufenthalte" für notwendig. Mehr ambulante Behandlungen statt vollstationärer Aufenthaltesind dabei dasHauptziel.

Niedergelassener Bereich muss gestärkt werden
Weitere Empfehlungen geben zugleich Einblick in die Ursachen der immer vergleichsweise zu hohen Spitalsaufnahmehäufigkeit: Es brauche eine Stärkung der Primärversorgung, also im Bereich der niedergelassenen Haus- und Fachärzte, die Forcierung der Gesundheitskompetenz der Bevölkerung und eine Weiterentwicklung der telefonischen Gesundheitsberatung 1450. Der Spitalsreformbericht wird nun in einem Landtagsausschuss behandelt. Sie finden ihn hier.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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