29.11.2019 11:58 |

Und wieder ein Rekord

Bilanz: Der nasseste November der Messgeschichte

Ein neuer Monat, ein neuer Rekord - diesmal nicht aufgrund der Temperaturen (obwohl auch diese wieder überdurchschnittlich warm ausfielen), sondern aufgrund der Niederschlagsmengen, die vor allem auf den Südwesten Österreichs einprasselten. Wie die Experten der Unwetterzentrale bilanzieren, war es der nasseste November der Messgeschichte und mancherorts sogar der nasseste Monat überhaupt …

Den mit großem Abstand meisten Niederschlag gab es im November an der Messstation am Loibltunnel in Kärnten an der Grenze zu Slowenien. Dort kamen 741 Liter pro Quadratmeter zusammen - das ist mehr als zum Beispiel in Wien in einem gesamten Jahr im Mittel fällt. Immer noch beachtliche 616 Liter pro Quadratmeter wurden auch in Kötschach-Mauthen verzeichnet sowie 573 in Dellach im Drautal.

„Im langjährigen Mittel kommen im Süden in einem November nur 80 bis 150 Liter pro Quadratmeter zusammen, die Abweichungen hierzu sind also enorm“, so Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. „So hat es zum Beispiel in Spittal an der Drau rund fünfmal mehr geregnet und geschneit als üblich.“

Rekorde an mehr als 30 Wetterstationen
Novemberrekorde wurden gleich an mehr als 30 Wetterstationen erreicht, bis dato geltende Rekorde teils nahezu „pulverisiert“: Den nassesten Monat der jeweiligen Messgeschichte verzeichneten etwa Orte wie Mallnitz, Virgen und Millstatt, berichten die Experten der Ubimet.

Mehr Schnee als im Februar
Doch nicht nur bezüglich Regen wurden Rekorde verzeichnet, sondern auch in puncto Schneefall: „Stellenweise lag auf den Bergen bereits fast das Doppelte derjenigen Schneemenge, die es im Schnitt erst zur schneereichsten Zeit des Winters Ende Februar hat", so der Chefmeteorologe weiter. Beispielsweise wurde der bisherige Schneerekord im November in Zettersfeld in Osttirol mit 163 Zentimetern um fast 70 Zentimeter übertroffen. Doch auch Obergurgl oder der Brenner melden neue Rekordschneehöhen.

Sechster zu milder Monat in Folge, der neunte in diesem Jahr
Und auch wenn es im Hinblick auf die letzten Monate keine Neuigkeit mehr ist: Auch der November fiel einmal mehr mit knapp zwei Grad gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 zu warm aus und ist damit der sechste zu milde Monat in Folge und der neunte in diesem Jahr. Ein häufiger Gast war in diesem Monat auch der Südföhn, der im November überdurchschnittlich oft wehte.

Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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