Linz-Pichling:

Verdichtung der Stadtflächen „auf grüner Wiese“

„In Pichling wird nur auf die grüne Wiese gebaut“, sagen Einwohner im Linzer Süden. „Zwei Drittel der Stadterweiterungsflächen sind hier“, bestätigt Bürgermeister Klaus Luger. Er ist er sich einerseits der Verkehrsproblematik bewusst, andererseits will die Stadt nun mehr in Infrastruktur investieren.

Für die Stadterweiterung hat Linz 67 Hektar vorgesehen, zwei Drittel davon liegen in Pichling. Derzeit sind mindestens 1000 neue Wohnungen in Bau oder Planung. Was viele Pichlinger kritisieren, bestätigt Bürgermeister Luger, wenn er sagt: „Wir mussten in den letzten zwei Jahren von zweigeschoßiger Verbauung auf drei- bis viergeschoßige gehen.“ Verdichtung der Stadtflächen ist das Ziel.

Noch mehr Stau
In Pichling dagegen steigt der Verkehrsdruck, schon jetzt täglich Stau auf der Heliosallee und B1 sowieso. Dazu Luger: „Die ÖBB hat den Ausbau der S-Bahn auf 2029 verschoben.“ Abhilfe soll - wie berichtet - eine neue Autobuslinie über eine (bestehende) Umfahrung des Mona-Lisa-Tunnels ins Hafenviertel schaffen. Luger hält zudem an der Seilbahn ab Bahnhof Pichling (beim Pichlinger See) fest.

Ein junger Stadtteil
Die geplante Erweiterung des Südparks Richtung Solarcity stößt sich momentan daran, weil Gründe (noch) nicht abgegeben werden: „Wir lassen prüfen, ob eine Erweiterung weiter nordöstlich möglich ist“, sagt Luger. Die Traun-Donau-Auen sollen unberührt bleiben. Pichling ist ein junger Stadtteil, das Durchschnittsalter ist 39 Jahre, 24 Prozent der Bewohner sind Kinder oder Jugendliche. Zu den bestehenden acht Kinderbetreuungseinrichtungen werden ab 2021 zwei neue Kindergärten dazukommen. Alt-Pichlinger werden schmunzeln: Die seit den 1970er Jahren in einem Container untergebrachte Volksschule Pichling wird ein Haus bekommen. „Die Ausschreibung läuft gerade, bis 2022/23 soll der Neubau stehen.“

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 08. April 2020
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