25.11.2019 19:30 |

Europol-Operation

Propagandaseiten des IS im Internet lahmgelegt

Ein großer Schlag ist europäischen Ermittlern und der Polizeibehörde Europol im Kampf gegen dschihadistische Propaganda im Internet gelungen. „Soweit wir wissen, ist der IS nicht mehr im Internet präsent“, erklärte der Sprecher der belgischen Staatsanwaltschaft, Eric Van Der Sypt, am Montag. Belgien hatte bei der mehrtägigen Aktion, die am Sonntag zu Ende ging, die Leitung übernommen.

Mit ihrem Internetauftritt habe es die Terrormiliz geschafft, „Menschen zu mobilisieren, um ihr zu folgen und tödliche Anschläge im Namen des IS auszuführen“, sagte Europol-Chefin Catherine De Bolle. Rund ein Dutzend europäische Staaten und neun Internetunternehmen waren eingebunden. In Spanien wurde ein Verdächtiger festgenommen. Um welche Staaten es sich handelte, teilte Europol nicht mit.

Server von Terror-Nachrichtenagentur angegriffen
Die Löschung von mehr als 10.000 Links mit islamistischen Inhalten wurde bei den zuständigen Providern beantragt. Nach Angaben der belgischen Staatsanwaltschaft wurden Server des IS-Sprachrohrs Amaq angegriffen. Es sei unter anderem gelungen, Webseiten zu deaktivieren, sagte Van Der Sypt. Schon im vergangenen Jahr habe es einen Angriff gegeben, sagte er der belgischen Nachrichtenagentur Belga zufolge.

Der IS hat seine einstigen Herrschaftsgebiete im Irak und in Syrien verloren und gilt militärisch als besiegt. Nach einem Bericht der Anti-IS-Koalition vom Juni halten sich in dem Gebiet aber noch 14.000 bis 18.000 IS-Anhänger auf, unter ihnen rund 3000 Ausländer. Ende Oktober hatten US-Militärs den IS-Anführer Abu Bakr Al-Baghdadi im Nordwesten Syriens aufgespürt. Dort zündete er US-Angaben zufolge eine Sprengstoffweste und starb.

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