Wer sich in Salzburg auf die Suche nach leistbarem Wohnraum begibt, wird selten fündig. Der Platz wird immer knapper, die Preise schnellen in die Höhe. Mitgrund dafür sind die vielen Zweitwohnsitze im Land. Alleine Maria Alm hat 42 Hektar gewidmetes Zweitwohnsitzgebiet. Problematisch sind aber gewidmete und unbebaute Zweitwohnsitzflächen. Mit dem Grund wird gerne spekuliert, weiß die SPÖ und will nun entschädigungslose Rückwidmungen prüfen lassen: „Seit dem Raumordnungsgesetz 1992 ist es möglich, unbebautes Bauland nach zehn Jahren entschädigungslos in Grünland rückzuwidmen“, meint SPÖ-Raumordnungssprecher Roland Meisl.
Gesetzesnovelle bringt neue Chancen
„Das geht nicht“, kontert der zuständige Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP). Man könne die Gültigkeit erteilter Bescheide nicht einfach aufheben. Eine höhere Abgabe für Zweitwohnsitze findet Schwaiger begrüßenswert, aber schwierig zu legitimieren. Die Erhöhung müsse rechnerisch begründbar sein. „Eigentlich brauchen wir eine Abgabe für Nicht-Hauptwohnsitze, so erreichen wir auch den Leerstand.“ Einer Kennzeichnungspflicht für Beherbergungsbetriebe kann Schwaiger viel abgewinnen. Sie soll in einer geplanten Novelle umgesetzt werden. „So kann die Gemeinde entscheiden, welche Art von Betrieben sie haben will“, sagt Schwaiger. Noch bis Ende des Jahres werden die Zweitwohnsitze in Salzburg erfasst, ab nächstem Jahr wird dann streng kontrolliert und gestraft.








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