18.11.2019 15:20 |

Sondergemeinderat

Wiener Spitäler: „Baustelle an Baustelle“

Einen schweren Start in die Woche hatte Wiens Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ): Beim Sondergemeinderat zum Thema „Akutpatient Wiener Spitäler“ gab es für ihn heftige Kritik von der Opposition. FPÖ, ÖVP und NEOS waren sich einig, dass akuter Handlungsbedarf besteht: „Es reiht sich Baustelle an Baustelle.“

Gleich zum Auftakt listete Gemeinderat Wolfgang Seidl (FPÖ) die vielen Problemfelder im Gesundheitswesen auf - von den Gangbetten über Personalprobleme bei Ärzten und Pflegern bis zu den 37 Wassereinbrüchen nach der Fertigstellung im Krankenhaus Nord: „Dort ist es feuchter als im Amazonas. Wahrscheinlich könnte man dort mittlerweile Schwammerln züchten“, meinte Seidl.

Alle schießen sich auf Hacker ein
Massive Probleme orteten auch die NEOS: „Der KAV behandelt nicht nur Patienten, sondern ist selbst ein Notfallpatient“, diagnostizierte Klubchef Christoph Wiederkehr. Hinzu kommen ein fehlendes Problembewusstsein und mangelnde Transparenz. Gemeinderätin Ingrid Korosec (ÖVP) nahm Hacker ebenfalls ins Visier: „Flotte Sprüche statt nachhaltiger Lösungen“, lautete ihr Befund. Zugleich forderte sie den Stadtrat auf, endlich für funktionierende Strukturen zu sorgen.

Die Mandatare der Stadtregierung stellten sich hinter Hacker. Gemeinderätin Birgit Meinhard-Schiebel (Grüne) meinte etwa zu fehlenden Ärzten und Pflegern, dass diese „nicht auf der grünen Wiese wachsen“. Für die Redner der Opposition gab es heftige Kritik. Gemeinderat Kurt Wagner (SPÖ) sprach von „Misserfolgshoffern“. Die Stadtregierung werde hingegen den erfolgreichen Weg fortsetzen - mit Hacker.

Philipp Wagner, Kronen Zeitung

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