Linzerin getötet:

„Smombies“ leben im Straßenverkehr gefährlich

Im Jugendjargon heißen sie „Smombies“. Jene Zeitgenossen, die ständig aufs Smartphone starren und sich dabei – auch im Straßenverkehr – wie Zombies benehmen. Einer Russin (43), die mit Ohrstöpsel und aufs Handy blickend eine Straßenbahn ignorierte, kostete dieses Verhalten in Linz das Leben.

Ekaterina R. war beim Bulgariplatz blindlings vor eine entgegenkommende Straßenbahn gelaufen, hatte durch ihre Ohrstöpsel die Warnsignale der Bim schlichtweg überhört. Sie wurde überrollt und zwanzig Meter mitgeschleift.

Smartphone frisst Aufmerksamkeit
„Starren Fußgänger – Erwachsene wie Kinder – im Straßenverkehr andauernd auf ihre Handys, so gefährden sie nicht nur sich selbst sondern auch andere“, warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. Das Smartphone verlangt immer mehr Aufmerksamkeit. „Einerseits möchte man Freunde über soziale Medien auf dem Laufenden halten“, weiß die Expertin: „Andererseits schauen sich speziell Jugendliche gemeinsam die neuesten Videos an, hören Songs oder spielen sogar Spiele miteinander.“

Gefahren werden unterschätzt
Die „Smombies“ unterschätzen die Gefahren, denen sie sich dadurch aussetzen. Durch den Dauerblick auf das Smartphone werden Risiken – wie bei diesem Horror-Unfall – erst zu spät oder gar nicht erkannt. „Smartphones lenken vom Verkehrsgeschehen ab, denn Augen, Ohren, Hände und Denkvermögen sind besetzt“, erklärt Seidenberger.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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