14.11.2019 17:35 |

Reparaturen gefährlich

Schneefall bescherte Tausenden Nacht ohne Strom

Nach den heftigen Schneefällen in der Nacht auf Mittwoch waren Donnerstagfrüh in Osttirol noch immer rund 1800 Haushalte ohne Strom. „Vor allem das Defereggental war unterversorgt“, teilte Stromnetz-Betreiber Tinetz mit. Die Reparaturarbeiten gestalteten sich aufgrund der akuten Lawinengefahr gefährlich und schwierig. In der Steiermark waren ebenfalls Tausende Haushalte betroffen, auch ein ganzes Spital musste die Nacht über ohne Energieversorgung auskommen. In Salzburg blieben unter anderem Volksschulen wegen der Stromausfälle geschlossen.

Ins Tiroler Defereggental blieb die Straße wegen Lawinengefahr vorerst gesperrt. Man habe die berechtigte Hoffnung, am Donnerstag alle Störungen im Hoch- und Mittelspannungsnetz beheben zu können, hieß es seitens der Tinetz. Im Villgratental konnte die Versorgung hingegen fast komplett wiederhergestellt werden, auch im Lesachtal wurden die Störungen bis Kartitsch behoben.

Mit Hubschraubern sollen einerseits kritische Stellen, an denen Bäume in die Leitungen stürzten, lokalisiert und bearbeitet werden. Andererseits wolle man versuchen, durch den „Downwash“ der Hubschrauber die Bäume nahe der Leitungen vom Schnee zu befreien. Dies sei auch dringend notwendig, denn für Freitag und Samstag wird mit weiteren Schneefällen in Osttirol gerechnet.

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4000 steirische Haushalte und Spital über Nacht ohne Strom
Vor Einbruch der Dunkelheit waren am Mittwoch rund 4000 Haushalte in der Obersteiermark ohne Strom. Besonders betroffen waren die Bezirke Murtal und Murau sowie Teile des Ennstals (Bezirk Liezen). Im Laufe des Donnerstags entspannte sich die Situation zunehmend. Bis auf rund 200 Haushalte waren auch die Störungen im E-Netz beseitigt.

Die Zufahrt zum obersteirischen LKH Stolzalpe war am Mittwochvormittag gesperrt worden. Ambulante Patienten, die davor eingetroffen waren, mussten die Nacht über im Spital ausharren. Am Donnerstag konnte zu Mittag zunächst eine Fahrspur von umgestürzten Bäumen geräumt werden. So konnte ein Personalschichtwechsel durchgeführt werden.

Trafos außer Betrieb
Rund 160 Trafo-Stationen waren am Mittwochabend außer Betrieb. Unter der Schneelast umgefallene Bäume und abgebrochene Äste hatten etliche Stromleitungen beschädigt. Da die Niederschläge auch in die Nacht auf Donnerstag andauerten, sei mit weiten Schäden zu rechnen, befürchtete Harnik-Lauris.

Volksschulen in Salzburg geschlossen
Nach dem ersten Wintereinbruch mit bis zu 70 Zentimetern Neuschnee in Salzburg, der am Mittwoch vor allem im Lungau zu Straßensperren und Stromausfällen geführt hatte, rechneten Einsatzkräfte am Donnerstag mit einer Entspannung der Lage. Allerdings blieben die Lungauer Volksschulen in Ramingstein und Seetal wegen fehlender Stromversorgung geschlossen, informierte das Landesmedienzentrum. Rund 800 Haushalte waren Donnerstagfrüh noch ohne Strom. Techniker der Salzburg AG bemühten sich seit den frühen Morgenstunden, die Stromversorgung wiederherzustellen. Am späten Nachmittag waren die meisten betroffenen Gemeinden wieder mit Strom versorgt. Rund 180 Haushalte mussten jedoch noch auf Elektrizität warten. 

Aufräumen in Kärnten
Nach dem plötzlichen Wintereinbruch in Oberkärnten und Osttirol blieben auch am Donnerstag einige Schulen gesperrt. Entschuldigt seien am Donnerstag auch Schüler, für die der Schulweg wegen der Schneelage zu gefährlich ist. Auch einige Straßen bleiben weiterhin gesperrt.

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