Schaden für Stadtgrün

Adventmarkt im Linzer Volksgarten sorgt für Wirbel

Noch hat er nicht einmal seine Pforten geöffnet, da erhitzt er schon heftig die Gemüter: der Christkindlmarkt im Volksgarten. Denn wäre es nicht genug, dass auch heuer wieder eine riesige Ausstellungshalle für Monate die Grünfläche schädigt, mutiert das Adventdorf beim Musiktheater nun zu einem „Mini-Urfahranermarkt“.

Dass sich Grün und Blau bei einem Thema einmal einig sind, sich grün und blau ärgern über das Tun von VP-Grünreferent Bernhard Baier und SP-Stadtchef Klaus Luger, ist selten genug. Doch wie auch die Neos machen sich die beiden Parteien ernste Sorgen um den Volksgarten.

Ausstellungshalle und Eislaufplatz als Ärgernis
Neben einer 600 m² Ausstellungshalle, die bereits im Vorjahr den Untergrund im Park ordentlich in Mitleidenschaft zog, wurde heuer eine Frei-Eislauffläche genehmigt. „Wir haben in Linz genügend versiegelte Flächen wie das Urfahrmarktgelände, die sich für so ein Spektakel viel besser eignen. Den Volksgarten zu vereinnahmen und dabei Naturdenkmäler wie eine wertvolle Platane zu gefährden, ist deshalb absolut unnötig und kontraproduktiv“, so Umweltstadträtin Eva Schobesberger. Deren Fachleute ihr bestätigten, dass der Park lange brauchen würde, bis sich die Rasenflächen im nächsten Jahr wieder regenerieren können und dann wieder nutzbar sind.

Hein gegen Kommerzmärkte
FP-Stadtvize Markus Hein ärgert, dass der Christkindlmarkt mit Riesenrad und anderen Fahrgeschäften immer mehr zu einem „Mini“-Urfix mutiert: „Am Hauptplatz gibt’s für Kinder überhaupt kein Angebot und am Pfarrplatz wird schon seit Jahren ein Winter-, und kein Weihnachtsmarkt, veranstaltet. Der Kommerz steht auf Kosten von Weihnachten auch hier im Vordergrund!“

Mario Ruhmanseder
Mario Ruhmanseder
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