Urlaubsdrama

Oberösterreicher in Namibia von Elefant getötet

Ein 59-jähriger Oberösterreicher ist in Namibia von einem Elefanten totgetrampelt worden. Der Mann war am Mittwoch gemeinsam mit seiner Frau und vier Freunden privat unterwegs, als es zu dem tragischen Unfall kam, bestätigte das Außenministerium in Wien. Zu dem tödlichen Zwischenfall dürfte es Berichten zufolge beim Campen gekommen sein - offenbar hatte die Gruppe auf einer nicht als Campingplatz ausgewiesenen Stelle ihre Zelte aufgeschlagen.

Das Außenministerium bestätigte, dass die Botschaft in Pretoria im benachbarten Südafrika von der Gruppe über die tödliche Elefantenattacke informiert wurde. Internationale Medien wie die britische „Daily Mail“ oder der US-Fernsehsender CNN, der allerdings fälschlicherweise von einem toten „Australier“ und nicht von einem Mann aus „Austria“ berichtete, gaben einige nähere Informationen bekannt.

So soll das Unglück beim Campen nahe des Huab River im Nordwesten von Namibia passiert sein. Das Gebiet um den Fluss ist wegen der einzigartigen Wüstenelefanten für Touristen interessant. Weltweit soll es von der Art nur noch zwei Populationen geben, eine davon in Namibia. Die Tiere legen bis zu 70 Kilometer pro Tag zurück und können bis zu vier Tage ohne Wasser auskommen.

Deutsche Touristin in Wildpark totgetrampelt
Heuer wurden in Afrika bislang zwei Menschen in Botswana von Elefanten zu Tode getrampelt. Immer wieder kommt es zu tödlichen Zwischenfällen mit Menschen. Im vergangenen Jahr war eine deutsche Touristin in einem berühmten Wildschutzgebiet in Simbabwe von einem Elefanten totgetrampelt worden. 2017 waren zwei Touristen aus Europa, eine 57-Jährige aus Belgien und ein 61-jähriger Niederländer, in einem Wildpark in Sambia von einem Elefanten zu Tode getrampelt worden. Ebenfalls 2017 war ein Reiseführer an den Victoria-Fällen von einem als Reittier abgerichteten Dickhäuter totgetrampelt worden. Ein weiterer Mann wurde getötet, als er versuchte, eine Gruppe von Elefanten für schönere Fotos auf unbewaldetes Gebiet zu treiben.

Zusammenstöße zwischen Menschen und wilden Tieren sind ein wachsendes Problem in einigen Teilen Afrikas. In manchen Regionen, vor allem rund um nicht eingezäunte Nationalparks, kommt es öfter zu tödlichen Zwischenfällen. Elefanten machen sich zum Beispiel immer wieder über die Felder der örtlichen Bauern her. Menschen in ländlichen Gemeinden greifen wiederum immer öfter Tiere an, die sie als Bedrohung wahrnehmen. Anrainer werden bei solchen Begegnungen häufig verletzt oder sogar getötet, manchmal wird auch ihre Ernte zerstört.

Afrikanische Elefanten sind die größten Landsäugetiere der Erde. Von ihren asiatischen Artgenossen unterscheiden sie sich unter anderem darin, dass sie größer sind, größere Ohren haben und auch den Weibchen lange Stoßzähne wachsen. Während die Elefanten im Westen, Zentrum und Osten Afrikas seit Langem von der Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen CITES zu den am stärksten schutzbedürftigen Tierarten gezählt werden, sieht die Lage in Südafrika besser aus. Mit den dortigen Elefanten darf sogar in einem begrenzten Maß Handel getrieben werden.

Zahl der Elefanten im Süden Afrikas dank Schutzmaßnahmen gestiegen
Tatsächlich sei die Zahl der Elefanten im südlichen Afrika dank rigoroser Schutzmaßnahmen gestiegen, wie die Weltnaturschutzunion IUCN im vergangenen Sommer mitgeteilt hatte. In Botswana etwa von rund 100.000 Tieren im Jahr 2002 auf 130.000 im Jahr 2015.

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