08.11.2019 08:41 |

„Wurde hässlicher“

Tumor ließ Nase und Kinn immer weiter wachsen

Jeden Morgen fürchtete sich Rebecca Churanova aus Ontaria, Kanada, vor dem Blick in den Spiegel. Der Grund: Neben einer immer größer werdenden Nase und einem hervortretenden Kinn kamen auch andere Dinge hinzu, die die 29-Jährige beunruhigten. Churanova nahm zu, war schnell müde und brauchte immer größere Schuhe. Mehr als zehn Ärzte tippten bei der jungen Frau auf die unterschiedlichsten Krankheiten wie Borderline, Angststörung oder eine Eierstockkrankheit - bis endlich die richtige Diagnose gestellt wurde.

„Ich sagte dem Arzt, dass sich mein Gesicht veränderte und ich hässlicher wurde und dass ich nicht verstand, warum ich an Gewicht zulegte, da ich kaum aß“, so die junge Frau.

Bluttest zeigte erhöhte Werte des Wachstumshormons
Als Churanova schließlich einen Bluttest machte, ergab dieser, dass der Wert des Wachstumshormons bei der jungen Frau weit höher war als normal. „Der Normalbereich für das Wachstumshormon liegt zwischen 97 und 297 - und ich war auf einem satten 1015er-Niveau, was selbst für einen Teenager mit Gigantismus hoch ist“, so Churanova gegenüber dem „Mirror“. Sie begann, sich mit hormonellen Störungen und Riesenwuchs zu beschäftigen, und verlor schließlich jede Hoffnung auf eine Besserung.

Tumor drückte auf Hormondrüse
Doch dann diagnostizierten Ärzte einen Hypophysentumor. Dieser drückte auf die Hirnanhangdrüse - eine Hormondrüse, die unter anderem Vorgänge wie Wachstum und Stoffwechsel reguliert. In der Folge war Churanovas Hormonhaushalt komplett durcheinander.

Hände und Füße wurden nach Operation wieder kleiner
Nur das Entfernen des Tumors konnte Abhilfe schaffen. Die Kanadierin hatte anfangs große Angst vor dem Eingriff, ist nun aber glücklich: Seit der Tumor entfernt wurde, seien die Hände der 29-Jährigen um einen Zentimeter geschrumpft, ihre Füße um eineinhalb Zentimeter kleiner geworden - und auch ihre Nase und ihr Kinn bilden sich zurück.

Rebecca Churanova will durch ihre Bilder auf Instagram mehr Bewusstsein für seltene medizinische Fälle schaffen: „Man muss positiv bleiben und darf die Hoffnung nicht verlieren im Kampf gegen die Krankheit.“

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