06.11.2019 09:00 |

Ganze Aktenberge

Innsbruck: Kampf gegen kriminelle Jugendbande

Raubüberfälle, Einbrüche, Körperverletzungen, Diebstähle und Co.: Kriminelle Jugendliche, die sich zu einer Bande zusammengeschlossen haben sollen, beschäftigen – wie berichtet – seit Monaten die Innsbrucker Polizei. Montag Abend kam es erneut zu einem Zwischenfall. Ob es eine Verbindung zur Gruppe gibt, ist aber noch völlig unklar. Weil die Täter entkommen konnten.

Montag Abend, kurz vor 21.30 Uhr in der Innsbrucker Kranebitter Allee: Vier Nachwuchs-Ganoven nahmen im Bereich einer Tankstelle eine 31-jährige Einheimische ins Visier. „Es kam zu einem Handgemenge, im Zuge dessen dem Opfer die Geldtasche mit über 100 Euro entrissen wurde“, heißt es von Seiten der Ermittler.

Quartett mit Fahrrad verfolgt
Eine 22-jährige Passantin hatte den Vorfall beobachtet und mit ihrem Fahrrad sofort die Verfolgung des flüchtenden Quartetts aufgenommen. Der Deutschen war es schließlich gelungen, zumindest einen der Burschen einzuholen und zur Rede zu stellen. Und was machte der skrupellose Ganove? Er drückte der mutigen und vor allem couragierten Verfolgerin die leere Geldtasche in die Hand und suchte – so wie seine drei Komplizen – das Weite.

Vage Täterbeschreibung
Trotz sofortiger Polizei-Fahndung konnten die vier Jugendlichen untertauchen. Von den drei Begleitern gibt es überhaupt keine Beschreibung, jene des Haupttäters ist nur sehr vage. Er soll in etwa 16 Jahre alt und 180 Zentimeter groß sein. Zum Tatzeitpunkt trug er eine Jeanshose und eine Schildkappe. Die Ermittler hoffen auf zweckdienliche Hinweise unter: 059 133-7582.

Jugendbande im Visier
Mit frechen Lausbubenstreichen hat das jedenfalls nichts mehr zu tun. Haben die vier Nachwuchs-Kriminellen gar eine Verbindung zur gefürchteten Jugendbande, die seit längerer Zeit vor allem in der Landeshauptstadt ihr Unwesen treibt? Eine Gruppe von Jugendlichen, die sich selbst den Namen „Bratwa-Bande“ gegeben haben soll, hat es sich bekanntlich zum Hobby gemacht, eine ganze Reihe von Straftaten zu begehen. „Die Täter treten stets in unterschiedlichen Zusammensetzungen auf. Die meisten Delikte können geklärt werden“, heißt es von Seiten der Polizei. Brisant: Die Gruppe soll mittlerweile rund 50 Personen umfassen. Die meisten seien namentlich bekannt. Teilweise sollen sie sogar unter 14 Jahre alt und somit strafunmündig sein.

Auch das LKA ermittelte
Einzelne Mitglieder sollen aber auch schon außerhalb von Innsbruck ihre Spuren hinterlassen haben, etwa in Telfs (Raub) oder in Mils bei Hall (Einbruch). Das ist – wie zu hören ist – auch der Grund, weshalb sich zwischenzeitlich sogar das LKA Tirol in die Ermittlungen eingeschaltet hatte.

Bleibt zu hoffen, dass die Polizei der Bande rasch den Garaus machen kann. Denn: Mit Lausbubenstreichen hat das nichts mehr zu tun...

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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