06.06.2010 20:34 |

Burgenland-Wahl

Strache ortet "konkrete Hinweise auf Wahlbetrug"

Ist es ein Politskandal bei der Auszählung der Wählerstimmen nach der burgenländischen Landtagswahl vom 30. Mai oder doch nur ein Sturm im Wasserglas: FPÖ-Chef Strache (Bild) wittert jedenfalls Wahlbetrug auf Kosten der FPÖ. Die Blauen haben nur drei Mandate geschafft, weil ihnen die "Liste Burgenland" (LBL) das vierte - angeblich "verdächtig knapp" - wegschnappte.

Der LBL wurden vor der Burgenland-Wahl nur geringe Chancen eingeräumt. Nach Auszählung der Briefwählerstimmen war dann allerdings die Überraschung perfekt: Die LBL schaffte mit einer einzigen Stimme Überhang den Einzug in den Landtag. Das ging auf Kosten der FP, die ansonsten vier Mandate geschafft hätte, jetzt aber bei nur drei Mandaten steht.

FPÖ-Chef Strache zur "Krone": "Wir haben im Burgenland konkrete Hinweise, dass uns mehrere Stimmen unterschlagen worden sind. Komisch ist auch, dass die Auszählung so lange gedauert hat. Vielleicht ist da ja etwas auf Weisung der SPÖ zu unseren Ungunsten passiert", mutmaßt der Parteichef.

FP will Nachzählung der Stimmen beantragen
Tatsache ist jedenfalls, dass Mandatare der LBL auf Stimmzetteln mit falschen Namen angeführt worden sind, worauf mit Klage bei Gericht und Wahlwiederholung gedroht worden war. Jetzt, wo die LBL ganz knapp in den Landtag gerutscht ist, ist von Klage keine Rede mehr.

Burgenlands FPÖ sieht das als Hinweis auf mögliche Manipulationen. FP-Obmann Tschürtz: "Wir werden beantragen, die Zahl der Stimmen auf ihrem Weg von der Gemeindewahlbehörde bis zur Landeswahlbehörde nachzuzählen. Gibt es da Ungereimtheiten, dann ist das ein Beweis für Wahlbetrug."

von Peter Gnam, Kronen Zeitung

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