06.06.2010 22:31 |

Grenzstreit vorbei?

Slowenen stimmten für Abkommen mit Kroatien

Nach fast zwei Jahrzehnten scheint der slowenisch-kroatische Grenzstreit beigelegt. In einer mit Spannung erwarteten Volksabstimmung haben am Sonntag 51,5 Prozent der Slowenen für das bereits ausverhandelte Grenzabkommen votiert. Dabei geht es um die Seegrenze in der Bucht von Piran und die Landgrenze an der Mur. Abkommensgegner hatten zuvor Vergleiche mit dem "Verlust von Kärnten" gezogen.

Das Abkommen legt nun die Festlegung der slowenisch-kroatischen Grenze in die Hände eines fünfköpfigen internationalen Schiedsgerichts. Ausverhandelt wurde das Abkommen zwischen dem slowenischen Ministerpräsidenten Borut Pahor und dessen kroatischer Amtskollegin Jadranka Kosor.

"Man hat uns Kärnten weggenommen"
Die Opposition rund um Ex-Premier Janez Jansa und Nationalistenführer Zmago Jelincic schäumte. "Man hat uns Kärnten, Triest und Görz weggenommen. Das Meer geben wir nicht her", hatten sie vor der Abstimmung erfolglos Stimmung für ein "Nein" zum Abkommen gemacht.

Das Argument: Slowenien verliere durch das Abkommen seinen Zugang zu internationalen Gewässern; was "Erbe unserer Vorfahren und Mitgift für künftige Generationen" sei. Für Kroatien bedeutet die Beilegung des Grenzkonflikts einen großen Schritt Richtung EU; und in Richtung des grenzenlosen Schengenraumes.

"Kärntner Krone"

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