03.11.2019 11:00 |

Prozess in Wien

Linzer soll mit Geld von Anlegern spekuliert haben

Langzeitprozess mit OÖ-Kolorit in Wien: Der aus Gallneukirchen gebürtige Immobilien- und Finanzexperte Christian Penkner ist wegen Untreue angeklagten. Auch viele seiner Opfer stammen aus Oberösterreich. Christian Penkner soll mit Geld seiner Anleger Devisenoptionsgeschäfte durchgeführt haben.

Der Gründer und bis 2017 auch Geschäftsführer der Immobilien- und Finanzgruppe Pfs mit Hauptsitz in Linz bringt Gerichtserfahrung mit: 2016 wurde er wegen Untreue in Linz zu einer teilbedingten Geldstrafe in der Höhe von 24.000 Euro verurteilt. In Linz laufen auch Zivilverfahren gegen ihn. Und in Wien ist er nun mit einer Anklageschrift der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft konfrontiert. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm diesmal aber bis zu zehn Jahre Haft. Oberstaatsanwältin Alexandra Ramusch wirft ihm nämlich vor, Vollmachten missbraucht zu haben, indem er mit Geld seiner Anleger Devisenoptionsgeschäft durchgeführt habe.

1,4 Millionen Schaden
Der Schaden soll 1,4 Millionen Euro betragen. Penkner bekannte sich zum Prozessauftakt nicht schuldig. Sagt, dass er durch Vollmachten zu diesen Risikogeschäften berechtigt war und unterm Strich gerechnet ein Plus herausgekommen sei. Anleger, die durch Bauherrenmodelle Anteile an Gebäuden erworben haben, fühlen sich aber geschädigt.

Urteil erst 2021
Ein zweiter Anklagepunkt betrifft Leistungen im Zusammenhang mit Penkners Einfamilienhaus in Kitzbühel, die über die Miteigentümergemeinschaften abgerechnet wurden. Insgesamt gibt es 150 Opfer, 136 Zeugen sollen in dem Verfahren gehört werden. Der nächste Prozesstermin gegen Penkner - die Verfahren gegen drei mitangeklagte Pfs-Manager wurden ausgeschieden - ist am 9. Jänner. Der Linzer Rechtsanwalt Michael Poduschka, der Geschädigte aus Oberösterreich vertritt: „Ein Urteil ist noch lange nicht in Sicht.Ich schätze, das wird es erst 2021 geben.“

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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