02.11.2019 15:00 |

Triathlon

Ein Pinzgauer auf den Spuren von Indiana Jones

Eigentlich hatte Lukas Hollaus seine Saison bereits beendet. Eigentlich! Denn jetzt will es der 33-Jährige Pinzgauer noch einmal wissen, greift am Sonntag beim Sprint-Weltcup in Lima (Peru) an und startet auch die Woche darauf über die olympische Distanz in der Dominikanischen Republik. Das Ziel: Dem Traum von Olympia 2020 in Tokio einen weiteren Schritt näher kommen.

In Peru jagte einst Harrison Ford als Indiana Jones verlorenen Schätzen nach. Keine Schätze, aber wichtige Punkte auf dem Weg zur Qualifikation für die Olympische Spielen 2020 in Tokio (Jp) möchte Triathlet Lukas Hollaus aus der peruanischen Hauptstadt Lima mit in die Heimat bringen. „Mein Ziel ist es, trotz der relativ kurzen Vorbereitungszeit nochmals zwei gute Wettkämpfe abzuliefern und meine Position im Kampf um ein Olympia-Ticket zu untermauern“, erklärt der Niedernsiller im Gespräch mit der „Kronenzeitung“.

Dabei hatte Hollaus seine Saison eigentlich bereits abgeschlossen. „Nachdem mir beim Olympia-Test in Tokio beim Schwimmen die Nase gebrochen wurde und ich dennoch kurz danach noch beim Weltcup in Karlsbad an den Start gegangen war, wollte ich es eigentlich für dieses Jahr sein lassen“, verrät der Modellathlet. Zumal er sich nach (!) dem Wettkampf in Tschechien, bei dem er trotz des aktuen Nasenbeinbruchs auf Rang elf lief, in Salzburg operieren ließ.

„Meinem Trainer Toni Kesselbacher und mir wurde aber recht schnell klar, dass es schon Sinn macht die zwei Wettkämpfe in Peru und der Dominikanischen Republik als Zwischenziele mitzunehmen.“ Anders gesagt: „Die Pause bis zum Beginn der Olympiasaison wäre für mich einfach zu lange geworden und meine aktuellen Trainingswerte sind so gut, dass ein Start Sinn macht“, erklärt Hollaus.

Die Zielsetzung für die beiden Weltcupstationen nennt Holaus auch: „Beim Sprint in Lima wäre ein Platz in den Top-10 gut, sollte ich es eine Woche später über die olympische Distanz dann auch noch in die Top-12, Top-13 schaffen, bin ich absolut zufrieden“, sagt der Pinzgauer, der zuletzt viel Kraft bei seiner Freundin Katharina und Söhnchen Felix tankte und auf seinem Südamerika- und Karibik-Trip von seinem Papa Franz begleitet wird. Ergebnisse, die dann auch schon die fixe Olympia-Quali für Tokio 2020 bedeuten würden? „Offiziell gibt es die Tickets erst im Mai kommenden Jahres“, erklärt Hollaus. „Der Qualifikationszyklus läuft bis dann. Allerdings ist es so, dass ich schon davon überzeugt bin, dass es dann mit der Quali passen sollte.“

Peter Weihs
Peter Weihs
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