26.10.2019 08:04 |

Nach Kurzauftritt

Thiem: „Tut mir leid für die großartigen Fans“

In nur 20 Minuten erreichte Dominic Thiem beim Klassiker in der Wiener Stadthalle sein erstes Semifinale. Pablo Carreno Busta gab beim Stand von 0:5 auf. Ein Showtraining entschädigte das Publikum.

Ausverkauft! Ein brodelnder Hexenkessel, 9600 Fans tanzten schon vor dem Spiel auf den Tribünen, alles war für eine große Show angerichtet. Sprechchöre, tosender Applaus. Die Tennis-Euphorie erreichte am Viertelfinal-Tag bei den Erste Bank Open ihren vorläufigen Höhepunkt ...

1:0, 2:0, 3:0, 4:0, 5:0! Pablo Carreno Busta war völlig von der Rolle, schon nach den ersten Ballwechseln merkte man, dass der Spanier mit Problemen zu kämpfen hatte. „Ich hab’s gleich bei seinem ersten Aufschlag gecheckt, dass bei ihm etwas nicht stimmt“, erzählt Dominic, „da hat er gleich um 40, 50 km/h langsamer serviert. Echt bitter für ihn!“

Nach 20 Minuten beendete die einstige Nummer zehn der Welt das Match. „Er hat es mir beim Handshake gesagt, dass der Rücken ihm einen Strich durch die Rechnung macht. So wollte ich natürlich nicht siegen.“

Einige Zuschauer reagierten nach dem Kurz-Auftritt enttäuscht, Dominic sprach via Platzmikro zu den Zuschauern. „Es tut mir leid für euch alle, ihr habt ein tolles Match erwartet. Wir sehen uns am Samstag beim Semifinale.“ Im Einzug um den Kampf in sein 24. Endspiel auf der ATP-Tour duelliert sich der Lichtenwörther mit dem Italiener Matteo Berrettini, in den direkten Duellen steht es 1:1.

„Beide Partien waren extrem knapp! Vor einem Jahr hab ich bei den French Open in vier Sätzen gewonnen“, erinnert sich die aktuelle Nummer fünf der Welt, „zuletzt hab ich gegen ihn im Viertelfinale von Schanghai mit 6:7, 4:6 verloren. Eine hochklassige Partie.“

Nach dem Kurzauftritt gegen Carreno Busta legte Thiem als kleine Entschädigung für die Fans ein Showtraining auf dem Centercourt ein, packte dabei seine besten Schläge aus. „Ich bin extrem gut drauf und zum Ende der Saison voll da!“

Auch für das Final-Wochenende ist die Stadthalle wieder ausverkauft, sogar die Stehplatz-Karten finden reißenden Absatz. „Wenn ich den Centercourt betrete, bekomme ich eine Gänsehaut“, schwärmt Dominic, „was sich in Wien abspielt, ist eine andere Liga. Ich bin unglaublich stolz, dass ich so eine unfassbare Begeisterung erleben darf ...“

Peter Moizi, Kronen Zeitung

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