24.10.2019 09:43 |

Dauerbaustelle in Wien

Haussanierung wird für Bewohner zum Albtraum

Seit Jahren regieren in der Jedleseer Straße 79 die Baumaschinen. Der Gemeindebau mit 1300 Wohnungen wird saniert, die werden Dachböden ausgebaut. Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. Dauerlärm, überflutete Wohnungen, Schmutz und Provisorien werden für die 3000 Mieter zusehends zum Albtraum.

„An jeder Ecke wird ein bisschen was gemacht, aber nichts ist fertig“, sagt Ingrid Gebhart, Vorsitzende des Mieterbeirates zur „Krone“. „Alle Beschwerden und Eingaben bringen nichts“, wettert Gebhart. Mieter wie Artur Pavlak und Harry Schmitz sorgen sich um die Sicherheit: „Überall liegen lose Kabel herum, die Verteilerdosen sind offen, ein Blitzableiter endet im Nirwana.“

Dauerlärm vor den Fenstern
Eingangstüren könnten nicht versperrt werden, weil sie nur Provisorien sind. Fenster würden durch den Einbau von Aufzügen einfach zugemauert. „Die Leute haben in den Räumen kein Licht mehr“, meint Schmitz. Dazu Dauerlärm vor den Fenstern.

Ende der Sanierung 2023
Wann hat der Spuk ein Ende? „Aus heutiger Sicht wird die Sanierung 2023 beendet sein“, heißt es bei Wiener Wohnen. Und es gebe in der Anlage ein Infobüro, an das sich Mieter wochentags (8 bis 16 Uhr) mit ihren Problemen wenden könnten. „Die Hausverwaltung vernachlässigt ihre Aufsichtspflicht“, kontert Gemeinderat Michael Niegl (FPÖ). Er fordert: „Die Betroffenen müssen eine Mietreduktion erhalten!“

Alex Schönherr, Kronen Zeitung

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