14.10.2019 12:13 |

Experimentelle Ansätze

Nobelpreis für Wirtschaft geht an Armutsforscher

Der diesjährige Nobelpreis für Wirtschaft geht zu gleichen Teilen an die drei Ökonomen Esther Duflo (Frankreich), Abhijit Banerjee (Indien) und Michael Kremer (USA). Das hat die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm bekannt gegeben.

Die Wissenschaftler erhalten den Preis für „ihren experimentellen Ansatz zur Linderung der globalen Armut “, heißt es in der Begründung der Akademie. „Die Forschung der diesjährigen Preisträger hat unsere Fähigkeit zur Bekämpfung der globalen Armut erheblich verbessert.“ Duflo ist erst die zweite Frau und zugleich die jüngste Person, die je den Wirtschaftsnobelpreis gewonnen hat.

Preisträgerin Duflo: Dachte, ich müsste älter sein
Die Ökonomin Esther Duflo hat nach eigener Aussage nicht damit gerechnet, bereits in ihrem Alter mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet zu werden. Sie hätte gedacht, dass man viel älter sein müsse, um sich den Preis zu verdienen, erklärte die 46-Jährige Französin, die in den USA am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) lehrt.

Die Auszeichnung erfülle sie mit Demut, sagte sie, als sie am Montag während der Bekanntgabe der diesjährigen Preisträger von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften angerufen wurde.

Im Vorjahr ging der Preis zu gleichen Teilen an die US-Forscher William D. Nordhaus and Paul M. Romer. Sie wurden gemeinsam für ihre Arbeiten rund um Klimawandel und technologische Innovation ausgezeichnet.

„Alfred-Nobel-Gedächtnispreis“
Der Wirtschaftsnobelpreis ist der einzige der Nobelpreise, der nicht auf das Testament von Dynamit-Erfinder Alfred Nobel zurückgeht. Er wird vielmehr seit Ende der 1960er-Jahre von der schwedischen Zentralbank gestiftet, gilt somit streng genommen nicht als klassischer Nobelpreis, und heißt deshalb „Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften“.

Dennoch ist er wie die anderen Auszeichnungen mit einem Preisgeld in Höhe von neun Millionen schwedischen Kronen (umgerechnet rund 830.000 Euro) verbunden und wird ebenfalls an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, überreicht.

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