14.10.2019 10:46 |

Asylwerber gestoppt

Polizei schoss in „lebensbedrohlicher Situation“

„Es hat sich eine lebensbedrohliche Situation abgezeichnet“ - so wurde die brenzlige Situation, die sich am Sonntagabend in Wien-Favoriten zugetragen hat, von der Exekutive beschrieben. Die Motivlage hinter dem Vorfall, bei dem ein Asylwerber (29) aus Syrien mit zwei langen Messern Passanten auf der Quellenstraße in Angst und Schrecken versetzt hatte, ist noch unklar. Der Verdächtige wurde von der Polizei schließlich mit einem Schuss ins Bein gestoppt.

Es habe sich um Küchenmesser mit langer Klinge gehandelt, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich. Der Beschuldigte, ein 29-jähriger anerkannter Flüchtling, befinde sich demnach „derzeit im Spital im Aufwachraum“. An eine Befragung war bisher nicht zu denken, die Beweggründe des Mannes blieben daher zunächst im Dunkeln.

„Passanten bedroht“
Ein Passant hatte am Sonntagabend den Notruf gewählt und dann einen vorbeifahrenden Streifenwagen angehalten, nachdem der 29-Jährige Fußgänger bedrängt haben soll. Der syrische Staatsangehörige sei „mit zwei Messern auf der Quellenstraße auf- und abgegangen“ und habe „dabei Passanten bedroht“, so die Polizei.

Noch während der Mann via Notruf die Lage schilderte, fuhr ein Polizeiauto vorbei, worauf der Anrufer ankündigte, er werde den Wagen anhalten. Das Gespräch brach daraufhin ab, schilderte Dittrich. Die zufällig vorbeikommende zweiköpfige Funkwagenbesatzung konfrontierte somit als erste den 29-Jährigen, während zusätzliche 13 Streifenwagen zur Verstärkung anrückten.

Wollte auf Polizisten losgehen
Beim Versuch, den 29-Jährigen anzuhalten, setzten die Beamten Pfefferspray ein, der aber keine Wirkung gezeigt habe, sagte der Sprecher. Als der Mann mit seinen Messern auf die Polizisten loszugehen versucht habe, wurde geschossen. „Es hat sich eine lebensbedrohliche Situation abgezeichnet“, schilderte Dittrich.

Wie oft wurde geschossen?
Der Syrer wurde von einer Polizistin mit einem Hüftschuss gestoppt. Die Verletzung war laut Polizei nicht lebensbedrohlich. Er kam nach der Erstversorgung durch die Berufsrettung Wien ins Spital. Wie viele Schüsse insgesamt abgegeben wurden - am Tatort ging auch ein Fenster durch einen Projektileinschlag kaputt - und ob zuvor auch Warnschüsse gefallen sind, ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

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