08.10.2019 15:01 |

Pensionierungswelle

Zeit bis 2030: Wien muss 9121 Pflegekräfte finden

Im Bereich der Pflege ist es fünf Minuten vor zwölf: Bis 2030 müssen in Wien 9121 Mitarbeiter - vom diplomierten Krankenpfleger bis zur Heimhelferin - gefunden werden. Gelingen soll das durch eine neue Ausbildungsschiene.

Statistisch gesehen wird die Menschheit alle zwei Jahre um drei Monate älter. Mit Stichtag 1. Jänner lebten in Wien bereits 129.723 Männer und 182.722 Frauen über 65 Jahren. Verschärft wird die Situation im Pflegebereich außerdem durch die anstehende Pensionierungswelle der Babyboomer-Gesellschaft. Allein deshalb müssen in Wien 5077 Personen im Langzeitpflegebereich nachbesetzt werden.

Das ist das Ergebnis einer Bedarfserhebung, die Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) in Auftrag gegeben hat. Auf Basis dieser Daten will die Stadt nun reagieren. Änderungen soll es etwa in der Ausbildungsschiene geben. Der Krankenanstaltenverbund und der Fonds Soziales Wien wurden mit der Erarbeitung eines Konzepts beauftragt. 2018 haben 1232 Personen eine Berufsausbildung im Bereich Pflege und Betreuung in Wien abgeschlossen. Von diesen haben sich aber nur 500 entschieden, für Senioren in den eigenen vier Wänden oder in einer Pflegeeinrichtung zu arbeiten.

Plan B: Personal im Ausland rekrutieren
Sollten die Bemühungen der Stadt nicht ausreichen, kann sich Hacker auch vorstellen, im Ausland „gezielt Personal zu rekrutieren“. Änderungsbedarf bei der Pflege sieht auch die Caritas, die am Dienstag mit einer Plakataktion auf den drohenden Notstand aufmerksam gemacht hat.

Kronen Zeitung

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