Prozessstart in Linz

„Falscher Polizist“: Sex-Angriffe wegen Drogen

„Ich habe Drogen genommen und danach starkes Verlangen nach Sex gehabt“ – so erklärte Wolf Dieter G. (30) am ersten Prozesstag in Linz warum er am Linzer Bahnhof als falscher Polizist getarnt auf Mädchenfang ging. Dass er zwei junge Frauen vergewaltigt haben soll, das streitet der einschlägig vorbestrafte Linzer ab.

Acht Jahre verbrachte der Angeklagte bereits in einer Anstalt – er wurde bedingt entlassen. Doch eine Besserung ist nicht in Sicht, so die Anklage, die auch am ersten Prozesstag am Landesgericht Linz auf eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher drängt. Allerdings wollen die Ankläger auch eine Verurteilung wegen der mehrfachen Vergewaltigung einer 18-Jährigen am 10. Jänner dieses Jahres und eines zweiten geglückten Sexüberfalls in der Silvesternacht erreichen. Zu diesen beiden Taten war Wolf Dieter G. aber nicht umfassend geständig. Zu den vorgeworfenen „Anbahnungen“ allerdings schon. Er erklärte Richterin Margit Kreuzer, dass er nur deshalb auf die Mädchen zugegangen war, weil er nach dem Konsum von Drogen unbändiges Verlangen noch Sex gehabt habe.

Verhandlung wird fortgesetzt
Die Opfer konnten ihren Peiniger aber so gut beschreiben, vor allem die auffälligen Tattoos auf den Fingern, dass sich Ermittler rasch an den „alten Bekannten“ erinnerten und fassten. Ins Laufen hatte die Ermittlungen die jenes Lehrmädchen (18) gebracht, das er unter dem Vorwand, ein Drogenfahnder zu sein, ins Auto gelockt und dann mehrfach vergewaltigt haben soll. Dann meldeten sich auch die anderen Opfer. Die Verhandlung wird am Freitag fortgesetzt, Gutachterin Adelheid Kastner, die eine hohe Rückfallswahrscheinlichkeit diagnostiziert, wird aussagen. Am Freitag wird auch ein Urteil erwartet.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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