28.09.2019 10:30 |

Am Sonntag

Fragen und Antworten zur NR-Wahl in Tirol

Nach einem weniger von Themen, als mehr von Skandalen und gegenseitigen Anschüttungen geprägten Wahlkampf, ist es am Sonntag soweit. Die Nationalratswahl steht an. Sind Sie dabei? 2017 lag die Wahlbeteiligung bei 76%. Die „Tiroler Krone“ hat für Sie die wichtigen Fragen und Antworten zusammengetragen.

Wie viele Wahlberechtigte und Listen gibt es bei dieser Wahl in Tirol?
Insgesamt gibt es 543.044 Stimmberechtigte in Tirol Acht Parteien stehen am Sonntag zur Auswahl: ÖVP, SPÖ, FPÖ, NEOS, JETZT, GRÜNE, GILT und KPÖ.

Wann öffnen die ersten Wahllokale und wann schließen die letzten?
Die ersten Wahllokale öffnen um 6.30 Uhr. Beispielsweise in den Gemeinden Schönwies, Tulfes, Pians, Rinn und Prutz. Manche schließen aber bereits wieder um 10 Uhr, etwa in Gramais und Hinterhornbach. Die letzten Wahllokale schließen um 17 Uhr, darunter auch die meisten in Innsbruck. Am kürzesten offen hat das Wahllokal in der Justizanstalt in Innsbruck-Völs. Dort kann man nur von 8 bis 8.30 Uhr wählen gehen.

Was muss ich zur Stimmabgabe alles mitnehmen?
Es braucht unbedingt einen Identitätsnachweis, am besten den Pass, Führerschein oder den Personalausweis. Dann wird man registriert und bekommt von der Kommission die Wahlunterlagen ausgehändigt.

Welche Möglichkeiten der Stimmvergabe habe ich am Stimmzettel?
Am amtlichen Stimmzettel kann man zunächst einer Partei seine Stimme geben. Am besten eine der Listen ankreuzen. Darüber hinaus kann man auf drei Ebenen – auf regionaler Ebene, auf Landes- und Bundesebene – drei Vorzugsstimmen vergeben. Durch die Vorzugsstimmen können Kandidaten auf ihrer Liste nach vorne rutschen und so einen Platz ergattern, auch wenn sie auf keinem vorderen Rang gelistet sind. Voraussetzung ist aber, sie bekommen mehr direkte Stimmen als ihre Parteikollegen.

Was passiert, wenn ich zum Beispiel bei einer Partei mein Kreuzerl mache, aber meine Vorzugsstimmen an Kandidaten von ganz anderen Parteien vergebe?
Sollten Partei und die Vorzugsstimmen am Wahlzettel nicht zusammenpassen, zählt nur das Kreuzerl für die gewählte Partei.

Darf ich Kinder mit in das Wahllokal nehmen?
Mit Kindern ist es so, dass man Kleinkinder mitnehmen darf, größere Kinder sollten draußen warten. Im Zweifelsfall sollte das der Leiter der Wahlkommission entscheiden.

Wie ist die Ausgangslage aus Sicht jener Parteien, die Chancen auf den Einzug ins Parlament haben?
Bei der Nationalratswahl 2017 erzielte die ÖVP in Tirol 38,43%. Es war das bundesweit beste Ergebnis für die Türkisen. Die FPÖ kam auf 24,94%, die SPÖ auf 20,82%, die Neos erhielten 5,72%, die Grünen magere 4,46%. Die Liste Pilz brachte es damals auf 3,83%.

Wie viele Tiroler Abgeordnete gab es zuletzt im Parlament und welche Partei stellte sie?
Tirol war zuletzt mit zwölf Mandataren im Parlament vertreten. Von der ÖVP waren es sechs Abgeordneten. Namentlich Kira Grünberg, Rebecca Kirchbaumer, Elisabeth Pfurtscheller, Hermann Gahr, Franz Hörl und Josef Lettenbichler. Die FPÖ stellte drei Mandatare (Carmen Schimanek, Gerald Hauser und Peter Wurm) und die SPÖ ebenfalls drei (Selma Yildirim, Christian Kovacevic und Max Unterrainer).

Welche ist die kleinste Wahlgemeinde? Welche die größte?
Die kleinste Wahlgemeinde ist Gramais. Dort gibt es am 32 Wahlberechtigte, die von 9 bis 10 Uhr im Turnsaal der Volksschule die Möglichkeit haben, ihre Stimmen abzugeben. Die größte Gemeinde ist Innsbruck mit 88.625 Wahlberechtigten. Für Sie stehen am Sonntag in Summe 161 Wahllokale zur Verfügung. Die meisten haben von 8 bis 17 Uhr geöffnet.

Tirol ist in Wahlkreise eingeteilt. In wie viele?
Es sind fünf. Und zwar Innsbruck Stadt (mit 88.625 Wahlberechtigten), weiters Innsbruck-Land (193.217), Unterland (122.888), Oberland (100.778) und Osttirol mit 39.536 Wahlberechtigten. Interessanterweise gibt es nur im Wahlkreis Osttirol gegenüber 2017 mehr Wahlberechtigte (39.710). In allen anderen sind es weniger.

Ab wann gibt es denn die ersten Ergebnisse?
Am Wahltag wird zunächst in allen örtlichen Wahlbehörden ausgezählt. Daraus ergibt sich ein vorläufiges Landesergebnis. Am Montag folgen die Wahlkarten. Mit dem Endergebnis ist am Donnerstag nach der Wahl zu rechnen.

Claus Meinert
Claus Meinert
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