Polizei warnt

Brandgefährlicher Betrug mit Notstromaggregaten

Gerald Sakoparnig, Chef der Abteilung zur Betrugsbekämpfung im Landeskriminalamt Oberösterreich, warnt vor einer neuen Masche reisender Betrüger. Diese bieten gefälschte Notstromaggregate an, die keinesfalls in Betrieb genommen werden sollten, weil höchste Brandgefahr besteht.

„Krone“: Nach den Asphalt-Betrügern und Motorsägen-Gaunern sind aktuell offenbar Betrüger mit gefälschten Notstromaggregaten unterwegs.
Gerald Sakoparnig: Das ist ein Phänomen, das seit etwa einem Monat verstärkt im Großraum Windischgarsten in Erscheinung tritt. Irische oder englische Wanderhändler mit Transportern bieten im Tür-zu-Tür-Geschäft gefälschte und nahezu wertlose Geräte an.

Das Problem bei diesen Aggregaten ist allerdings nicht bloß der Produktschwindel.
Die Geräte sind extrem fehleranfällig. Das größte Problem liegt in der Sicherung. Sie besteht nur aus einer Schaltfunktion und einer Verdrahtung. Beim Kurzschluss kommt es zu keiner Stromkreis-Abschaltung: höchste Brandgefahr.

Von wie vielen Fällen hat die Polizei bisher Kenntnis?
Der Polizeiinspektion Windischgarsten sind bisher zwölf Fälle bekannt. Drei wurden bereits angezeigt und neun weitere konnten aufgrund von Inseraten auf Gebrauchtwarenbörsen im Internet festgestellt werden.

Heißt das, dass einige Betrugsopfer die Notstromaggregate weiterverkaufen?
Ja, aber das sollte man unbedingt bleiben lassen. Denn wer um die Gefahr weiß, macht sich dabei selbst strafbar.

Jürgen Pachner
Jürgen Pachner
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