19.09.2019 07:57 |

Mehr als 500 Container

Indonesien schickt Müll wieder in Westen zurück

Insgesamt 547 Container mit Plastikmüll schickt Indonesien wieder zurück in die Herkunftsländer im Westen. Die überwiegend aus Plastikmüll bestehenden Ladungen seien mit giftigen Stoffen verunreinigt, teilte der Zoll am Mittwoch zur Begründung mit. Im Hafen von Jakarta demonstrierten Zollbeamte den verunreinigten Abfall.

Zuvor hatte die Behörde nach eigenen Angaben mehr als 250 Container untersuchen lassen, die von drei Unternehmen in das südostasiatische Land eingeführt worden seien. Mindestens 100 der Container würden in das Herkunftsland Australien zurückgesandt, weitere in die USA sowie nach Großbritannien und Spanien, sagte der zuständige Zolldirektor.

Mit giftigen Stoffen verunreinigt
Industrieländer verkaufen ihren Plastikmüll zum Recycling vor allem an südostasiatische Länder. Immer wieder finden sich darin aber Verunreinigungen, die den Zielländern Probleme bereiten. Nach Angaben der Zollbehörde hat Indonesien in diesem Jahr bereits 195 Container verunreinigten Plastikmülls an die Herkunftsländer zurückgeschickt. Die Rücksendung von 62 weiteren Containern sei derzeit im Gange. Neu hinzu kommt nun die Rücksendung der 142 Container an Australien und andere Industriestaaten.

Indonesien, Malaysia und Philippinen bekommen immer mehr Müll
Seit China seine Grenzen für praktisch alle verunreinigten Kunststoffreste im vergangenen Jahr dichtgemacht hat, wird immer mehr Müll aus Industrieländern nach Indonesien, Malaysia und in die Philippinen verschifft. Doch auch diese Länder wehren sich zunehmend dagegen, den Müll reicher Industriestaaten zu entsorgen. Umweltschützer in Indonesien haben die Regierung dazu aufgerufen, die Einfuhr von Plastikmüll aus dem Ausland stärker zu regulieren.

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